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Industrieproduktion kühlt im November weiter ab

Krietenbrink gegenüber dem BME: „Die Erwartungen der Unternehmen an das Exportgeschäft sinken und liegen in der DIHK-Konjunkturumfrage sogar unterhalb des langjährigen Durchschnitts.“ „Die Unternehmen haben die rosarote Brille abgenommen, durch sie in diesem Jahr lange Zeit geblickt haben, und betrachten die Lage nun realistisch. Es läuft, aber nicht mehr ganz so rund“, sagte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, am Mittwoch dem BME. Das drücke sich in geringeren Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts aus; aber es würden weiterhin Zuwächse sein und keine Rückgänge.

Metallische Erzeugnisse haben sich verteuert

Mit Blick auf die Entwicklung des EMI-Teilindex „Einkaufspreise“ sagte Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Managing Director der IKB Deutsche Industriebank AG, am Mittwoch dem BME: „Die in US-Dollar gehandelten Weltrohstoffpreise gaben im November 2018 zum Teil kräftig nach. Gründe waren vor allem Sorgen über weitere Konjunktureintrübungen infolge des Handelskonfliktes zwischen den USA und China sowie die ungelöste Brexit-Problematik.“ Die Preisrückgänge seien aber nicht voll bei den Industriekunden angekommen.

Denn zum einen habe sich der Euro gegenüber dem US-Dollar erneut abgeschwächt, was die Preise in Inlandswährung entsprechend verteuerte; zum anderen zogen vielfach die Liefer- und Logistikkosten kräftig an. Zum anderen sei es zum Teil zu erheblichen Lieferschwierigkeiten gekommen.

Dementsprechend hätten sich etliche insbesondere metallische Erzeugnisse verteuert. „Auf das Einlenken im Handelskonflikt zwischen den USA und China während des G20-Treffens zogen die Rohstoffpreise an. Die Absprache zur Förderkürzung zwischen Russland und Saudi-Arabien stimulierte insbesondere den Rohölpreis“, so Büchner abschließend.

Die Entwicklung der EMI-Teilindizes im Überblick:

Industrieproduktion: Die November-Daten signalisierten nur noch einen marginalen Produktionsanstieg im deutschen Industriesektor. Es war die niedrigste Steigerungsrate seit Beginn der Wachstumsphase im Mai 2013. Allerdings waren es vor allem die Bemühungen, den Auftragsbestand zu reduzieren, die vielerorts die Produktion ankurbelte. Bei den Teilbereichen der Industrie konnten leichte Zuwächse im Konsum- sowie im Vorleistungsgüterbereich das Minus bei den Investitionsgütern ausgleichen.

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