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Digitalisierung im Krankenhaus

Standards bieten Basis für interoperable, digitale Prozesse

Die Entwicklung zum digitalen Krankenhaus und Covid-19-Erfahrungen belegen die Bedeutung, Versorgungsprozesse mit klinischen Prozessen intelligent zu verzahnen: „GS1 Standards im Krankenhaus verbinden und schaffen Vertrauen in Liefernetzwerke“, konstatiert Sylvia Reingardt, GS1 Germany Healthcare.

Digitale Identifikation

GS1 Germany

Mittels den GS1 Identifikationsnummern lässt sich z.B. sich Medikationsgabe patientengenau zuordnen.

Prozessabläufe optimieren, Kosteneffizienz erzielen, gesetzliche Anforderungen erfüllen und dabei wettbewerbsfähig bleiben. Diese Ziele sind von allen Seiten erkannt. Ein Mittel zur Zielerreichung ist das umfassende Implementieren digital ablaufender und unterstützender Prozesse. Doch Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nicht von heute auf morgen bewerkstelligt. Erfahrungen zeigen, dass Insel-Lösungen die Veränderungen erschweren. Denn die vorrangigen Voraussetzungen für das funktionierende digital-gestützte Krankenhaus sind universell einsetzbare Systeme und Daten, die auf Standards basieren, damit die Digital-Lösungen Zukunftsperspektive haben.    

Mit den GS1 Standards zur Identifikation, Kennzeichnung und zum Datenaustausch lassen sich die Grundsteine für die Digitalisierung legen. Die Abläufe entlang der Wertschöpfungsketten sind transparent und vor allem interoperabel gestaltet. Dies gilt sowohl für den Einkauf, die Logistik sowie patientennahe Anwendungen.

Sichere, effiziente Patientenversorgung beginnt mit einem einfachen Scan

Die eindeutigen GS1 Identifikationsnummern für Produkte, Patientinnen und Patienten, als auch für Standorte, ermöglichen vorrangig die Rückverfolgung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Mit nur einem Scan eines Barcodes können die Medikationsgabe oder Verwendung von Produkten erfasst und einem Patienten zugeordnet werden. Dies trägt zur Patientensicherheit bei.

Manuelle Erfassung passé: Standards entlasten Personal

In der Praxis entfallen dank Barcode-gestützter Prozesse manuelle Zwischenschritte beim Erfassen von Produkten, in der Kommissionierung und Lagerhaltung, bei der Abrechnung sowie der patientenbezogenen Dokumentation. Abstimmungsaufwand wird reduziert und Redundanzen lassen sich vermeiden. Das Personal ist entlastet und hat mehr Zeit für Patientinnen und Patienten.

Valides Stammdatenmanagement für „gesunde Prozesse”

Der Bedarf, Daten automatisch auszutauschen, erstreckt sich über einzelne Krankenhäuser hinaus, um einen transparenten Überblick über Patientenversorgung, Warenfluss und Lagerbestand zu haben. Dazu sind aktuelle und valide Stammdaten unabdingbar. Das Globale Data Synchronisation Network (GDSN®) schafft hierfür die Plattform, Stammdaten mit den Herstellern kontinuierlich zu synchronisieren.

GS1 Standards im Einsatz: Fehlerquote sinkt – Wirtschaftlichkeit steigt

Transparente, sichere und effiziente Prozesse reduzieren Aufwände und Kosten. Dies zeigen die Erfahrungen von Universitätsklinika, die den Schritt mit GS1 Standards zur Digitalisierung bereits vollzogen haben. Das Universitätsklinikum Tübingen begann vor fünf Jahren, Prozesse vom Materialeingang bis zu ihrem Verbrauch im Zentral-OP zu optimieren. Mit dem Ergebnis, 75 Prozent weniger Dokumentationsaufwand betreiben zu müssen. Binnen eines Jahres war der finanzielle Aufwand amortisiert.

So lassen sich GS1 Standards erfolgreich umsetzen  

Unter gs1.de/standards-im-krankenhaus wird deutlich wie Standards der Prozess-Digitalisierung eine universelle Basis geben. GS1 Standards sind offen, technologieunabhängig und international einsetzbar. Die „gemeinsame Sprache” der Standards ist Grundlage für eine nachhaltige Digitalisierung.

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