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Serviceschnittstellen

Mehr Effizienz durch gezielte Inhouse-Logistik im Krankenhaus

Und dann sind da IT und Datenschutz. Will eine Inhouse-Logistik Gegenstände wie Betten automatisch orten, ist eine geeignete IT-Infrastruktur erforderlich, deren Reichweite oft über das, was aus medizinischer oder Patientensicht relevant ist, hinausgehen kann. Auch Wirtschaftsbereiche und Keller müssen dann entsprechend ausgeleuchtet oder anderweitig versorgt sein.

Investitionen im sechsstelligen Bereich sind hier keine Ausnahme. Ist die Ortung der Logistik-Mitarbeiter Teil des Konzepts, weil sie Voraussetzung für eine optimale Disposition ist, kommen erhebliche Datenschutzfragen auf, die geklärt werden müssen. Zwischenlösungen wie freiwillige Standortmeldungen der Mitarbeiter, nachdem sie einen Transportauftrag erledigt haben, sind denkbar, schränken die Effizienz der Logistik jedoch ein.

Wer liefert was wann wohin?

„Die optimale Ausgestaltung der Inhouse-Logistik im Krankenhaus ist stark abhängig von der gegebenen Dienstleistungs- und Infrastruktursituation“, sagt Sven Merschmeier, Leiter der Inhouse-Logistik der FAC’T Gruppe in Münster: „In zehn Häusern finden wir zehn verschiedene Ausgangssituationen. Entsprechend vielfältig sind die Lösungen zur Effizienzsteigerung.“ Um mögliche Potenziale in der Inhouse-Logistik zu heben, schlägt Merschmeier eine dreiteilige Betrachtung vor.

Versorgungsstruktur und Ausrüstung der IT

Die erste Säule ist die aktuelle Versorgungsstruktur: Wer liefert was wann wohin? „Die strukturierte Betrachtung der Zahl der Beteiligten, der jeweiligen Vertragssituation und der Frequenz der Transporte ermöglicht eine erste grobe Einschätzung des Potenzials“, sagt Merschmeier. Die zweite Säule beschäftigt sich mit IT-Fragen: Welche Techniken sind wo verfügbar?

Gibt es bereits Logistiksysteme, die genutzt werden oder deren Nutzung ausgebaut werden kann? Welche Aspekte beinhaltet die IT-Zielplanung, die für die Nutzung in der Inhouse-Logistik relevant sind? „Natürlich spielt auch der Faktor Mensch mit seiner Affinität für IT eine Rolle. Wir stellen allerdings immer wieder fest, dass die Grundfähigkeit und die Bereitschaft zur IT-Nutzung heute in allen Bildungs- und Altersklassen immer stärker ausgeprägt ist und clevere IT-Systeme vermehrt zur Attraktivität der Arbeit beitragen“, sagt Merschmeier.

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