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Auftragsrückgänge

Einkaufsmanager-Index rutscht erstmals wieder ins Minus

„Die konjunkturelle Nachrichtenlage wird immer frostiger: Die weltweite Nachfrage schwächelt weiterhin, allen voran in China, der Brexit wird immer bedrohlicher, in Frankreich steht die politische Stabilität auf dem Spiel und in Deutschland wartet man immer noch vergeblich auf einen Rückprall in der Automobilindustrie“, sagte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, am Dienstag dem BME. Kein Wunder, dass die Zuversicht schwinde, kein Wunder, dass Konjunkturprognosen nach unten revidiert würden.

Bauindustrie berichtet von stärkeren Behinderungen

Kater: „Hinzu kommen jetzt auch noch die frostigen Temperaturen, die Bauindustrie berichtet von stärkeren Behinderungen als üblich.“ Mit Blick auf die jüngste Entwicklung des EMI-Teilindex Einkaufspreise sagte Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Managing Director Industrials, Automotive & Services der IKB Deutsche Industriebank AG, am Dienstag dem BME: „Der aktuelle EMI wurde auch von der Entwicklung auf den Stahlmärkten maßgeblich tangiert.”

„So lagen im Monatsdurchschnitt die Preise für Warmbreitband und verzinkte Bleche um jeweils gut zwei Prozent unter Vormonatsniveau, während die Walzdrahtpreise vergleichsweise stabil blieben.“ Auf der Vormaterialseite seien die Schrottpreise infolge sehr geringer Türkei-Exporte und niedriger Inlandsorders (u.a. wegen Wartungsarbeiten) kräftig eingebrochen. Demgegenüber hätten die Eisenerzpreise im Monatsdurchschnitt um gut fünf Prozent angezogen.

Büchner: „Zuletzt erhielten diese durch den Dammbruch in Brasilien starken Auftrieb. Es gab Befürchtungen über größere Lieferstörungen beim größten brasilianischen Erzproduzenten. Vor diesem Hintergrund könnten die Stahlnotierungen die Januar-Verluste möglicherweise schnell korrigieren.“

Die Entwicklung der EMI-Teilindizes im Überblick

Industrieproduktion: Im ersten Monat des Jahres wurde die Produktion bei den deutschen Herstellern nur noch minimal ausgeweitet. Entsprechend sank die Steigerungsrate auf den geteilten Tiefstwert seit Beginn des aktuellen Wachstums im Mai 2013. Die Rückgänge im Investitionsgüter- sowie Vorleistungsgüterbereich egalisierten das kräftige Plus im Konsumgüterbereich dabei fast vollständig.  

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