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Auftragsrückgänge

Einkaufsmanager-Index rutscht erstmals wieder ins Minus

Auftragseingang insgesamt/Export: Der Abwärtstrend bei den Neuaufträgen setzte sich auch im Januar fort. Mehr noch, das vierte Minus hintereinander fiel so stark aus, wie seit über sechs Jahren nicht mehr, was hauptsächlich an deutlichen Rückgängen im Investitions- sowie Vorleistungsgüterbereich lag. Vor allem die nach wie vor schwächelnde Automobilbranche und die Unsicherheit vieler Kunden wirkten sich negativ auf das Geschäft aus, wie einige der befragten Manager berichteten.

Nach Bereinigung saisonaler Faktoren notierte der Teilindex Auftragseingang Export zum fünften Mal in Folge unter der neutralen Marke von 50,0 Punkten. Der aktuelle Rückgang war zudem der stärkste seit Ende 2012, als die Schuldenkrise in der Eurozone ihren Höhepunkt erreichte. Viele Umfrageteilnehmer gaben an, dass insbesondere die Absatzzahlen in China, aber auch die in den USA, Großbritannien, der Türkei und Italien niedriger waren.  

Beschäftigung: Trotz schrumpfender Neuaufträge setzten die Unternehmen ihren Beschäftigungsaufbau fort, der sich zudem über alle drei Teilbereiche der Industrie erstreckte. Der entsprechende Teilindex notierte leicht unter dem Wert vom Vormonat, womit er zwar der zweitschwächste seit über zwei Jahren war, aber immer noch über dem langjährigen Durchschnittswert lag.

Einkaufs-/Verkaufspreise: Die Inflation der Einkaufspreise schwächte sich im Januar den dritten Monat in Folge auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2016 ab. Laut Umfrageteilnehmer wirkten sich die jüngsten Preisrückgänge bei Öl und Stahl mildernd auf die Kostensteigerungen aus. Unternehmen, die einen Anstieg meldeten, verwiesen meist auf höhere Transportkosten, den Lohndruck sowie den Dollar/Euro-Wechselkurs.

Obwohl der Kostendruck im verarbeitenden Gewerbe im Januar deutlich nachgelassen hat, änderte sich die Steigerungsrate der Verkaufspreise gegenüber Dezember nur minimal. Der saisonbereinigte Teilindex notierte weiterhin deutlich über seinem historischen Mittelwert von 51,6 Punkten. Die Hersteller von Konsumgütern, deren Kosten sich am stärksten verteuerten, verzeichneten auch den deutlichsten Anstieg der Verkaufspreise.  

Jahresausblick: Bei den Geschäftsaussichten änderte sich zum Jahresauftakt 2019 praktisch nichts. Der entsprechende Teilindex blieb abermals knapp unter der Referenzlinie von 50,0 Punkten, was bedeutet, dass eine geringe Mehrheit der befragten Einkaufsmanager mit niedrigeren Produktionsniveaus rechnet. Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit, Sorgen über globale Handelskonflikte sowie eine weiterhin schwächelnde Automobilindustrie waren laut einiger Umfrageteilnehmer die Hauptgründe für den Pessimismus.

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