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Effizienz

UKF nimmt digitale Bestellsoftware in Betrieb

Das Universitätsklinikum Frankfurt hat als erste in Deutschland die neue digitale Bestellsoftware SAP-APM in Betrieb genommen. Das System beschleunigt Arbeitsprozesse und mache Informationen leichter zugängig. 

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Monet/stock.adobe.com

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Am 1. Februar 2021 hat das Universitätsklinikum Frankfurt eine neue interne Bestellsoftware in Betrieb genommen. Damit bestätigt das Universitätsklinikum seine Rolle als Vorreiter in der Digitalisierung und weitet diese auf klinische Versorgungsprozesse aus: Es ist die erste Klinik in ganz Deutschland, in der Stationen ihre Anforderungen über SAP Fiori abwickeln. Das macht nicht nur die Prozesse deutlich effizienter, sondern erhöht auch die Sicherheit für die Patientinnen und Patienten.

Von einer strategisch ausgerichteten, digital gestützten Logistik im Gesundheitsbereich profitieren die Beschäftigten, Patientinnen und Patienten und die Krankenhäuser. Deshalb hat das Universitätsklinikum Frankfurt frühzeitig eine SAP-Gesamtstrategie entwickelt. Am 1. Februar 2021 hat es ein zentrales Ziel des umfassenden Digitalisierungsvorhabens erreicht: Ein neues Stationsanforderungsmanagement für Material und Medikamente wurde gestartet. Ende 2021 soll das System im gesamten Universitätsklinikum Frankfurt implementiert sein. Es löst dann das bisherige Stationsanforderungssystem GHX ab. Chief Medical Information Officer Dr. Michael von Wagner: „SAP-APM schließt die Lücke in der digitalen Vernetzung zwischen Anforderern und Materiallogistik.“ APM steht für Apotheke, Pflege und Materialwirtschaft. Am Pilotprojekt haben demzufolge das für Einkauf und Logistik zuständige Dezernat, die Krankenhausapotheke und Testnutzer aus dem medizinischen Bereich teilgenommen. Das System wird schrittweise allen Benutzerinnen und Benutzern am UKF zur Verfügung gestellt, die mit Bestellungen jeglicher Art – Büromaterial, Medikamente, Medizintechnik – zu tun haben.

Automatisierung und Erweiterung von Medikamenten- und Materialbestellungen

SAP-APM beschleunigt die täglichen Arbeitsprozesse und macht Informationen leichter zugänglich. Beispielsweise sind die Rollen der bestellenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im System vermerkt, sodass Genehmigungs- und Freigabeprozesse schneller abgewickelt werden können. Mit der Einführung von SAP-APM geht außerdem eine Anreicherung der Materialstammdaten einher: Eine vereinfachte Suche ermöglicht den schnellen Zugriff auf wichtige Informationen wie beispielsweise Medikamentenwirkstoffe und ermöglicht neue Steuerungsoptionen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entfällt die handschriftliche Dokumentation ihrer Arbeit. Medikamenten- und Materialbestellungen wurden bisher teilweise per Fax oder Notizzettel weitergegeben. Dieser Vorgang ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Automatisierte Prozesse verhindern Fehler und schaffen für die Beschäftigten Ressourcen, die für die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten eingesetzt werden können. 

In den kommenden zwei Jahren werden ergänzende Module in das System integriert und in den Projektgruppen produktiv geschaltet. Weitere Ausbaustufen des SAP-APM beinhalten die Stationsdokumentation von Betäubungsmitteln, Implantaten und übrigem medizinischen Bedarf.

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