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Effizienter Einkauf

Einkaufsdienstleister als Vermittler zwischen Krankenhaus und Industrie

In Zeiten verschärfter Datenschutzrichtlinien, Zulassungsanforderungen für Medizinprodukte und einer potenziellen Gefahr durch Brexit-Auswirkungen gilt es für den Krankenhauseinkauf, permanent die Leistungsfähigkeit zu steigern und damit auch die seiner Gesundheitseinrichtung zu sichern.

AdobeStock / Jakub Jirsák

Symbolfoto

Bei diesen Bemühungen steht zudem die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Patienten im Fokus des Krankenhauseinkaufs. Es reicht schon lange nicht mehr aus, sich ausschließlich auf günstigere Einkaufskonditionen zu konzentrieren. Vielmehr liegt das große Potenzial der Häuser in einer konsequenten und nachhaltigen Verbesserung der Inhouse-Prozesse. Beispielsweise lassen sich durch die genaue Kenntnis der tatsächlich benötigten Mengen Lagerbestände signifikant verringern.

Das führt zu einer Ressourcenoptimierung sowohl im Krankenhaus als auch beim Medizinproduktehersteller und reduziert gleichzeitig den Materialverfall.Durch die Digitalisierung wiederkehrender Arbeitsabläufe, nicht nur in der Materialbeschaffung und Lagerverwaltung, sondern auch im Zuge der Patientenaufnahme sowie in den Operationssälen, werden die Mitarbeiter in der Pflege und in der Verwaltung nachhaltig entlastet. Das ermöglicht Krankenhäusern, eigenständig auf die vor allem im Gesundheitsbereich weiter zunehmende Personalknappheit zu reagieren.

Pflegepersonalstärkungsgesetz soll unterstützen

Politische Initiativen wie beispielsweise das Pflegepersonalstärkungsgesetz sollen die Bemühungen der Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen zusätzlich unterstützen. Ob das Gesetz den erhofften Erfolg bringen wird, bleibt abzuwarten. Doch auch auf die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses hat die Digitalisierung einen großen Einfluss.

Nur wenn ein Krankenhaus dazu in der Lage ist, die im Zuge der Patientenbehandlung erbrachten Leistungen gegenüber den Kostenträgern auch vollumfänglich abzurechnen sowie die verwendeten Produkte, von der Prothese bis hin zum Nahtmaterial, exakt zu erfassen, ist die Grundlage für eine genaue Deckungsbeitragsrechnung geschaffen.

War diese genaue Zuordnung bis heute nur schwer darstellbar, bieten mittlerweile verschiedene Software-Lösungen eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Transparenz in diesem Bereich zu erhöhen. Für die erfolgreiche Einführung und Umsetzung solcher Lösungen ist es zwingend erforderlich, Prozesse zu analysieren und diese zu verändern. 

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