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Klinik Einkauf

KlimaschutzInitiative ZUKE Green für nachhaltige Beschaffung gestartet

Am 22. April ist weltweit der „Tag der Erde“. Anlässlich dieses Tages startet das Netzwerk Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) die Aktion „ZUKE Green“ zur Förderung einer nachhaltigen Beschaffung im Gesundheitswesen.

Nachhaltigkeit
Robert Kneschke/stock.adobe.com

Symbolfoto

Warum wird die Initiative ZUKE Green gestartet?

Das Thema Nachhaltigkeit und grüne Beschaffung ist zwar vielen Krankenhäusern, Rehakliniken und Pflegeeinrichtungen bereits im Bewusstsein angekommen, jedoch oftmals noch nicht umgesetzt. Dabei will das Netzwerk unterstützen. Gemeinsam mit Nachhaltigkeitsbotschafter*innen will die Initiative dazu beitragen, dass die Beschaffung die bestmöglichen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft über den gesamten Lebenszyklus hat.

Das ist eine Herausforderung, die sich anzugehen lohnt. Denn: Der Gesundheitssektor weist einen Anteil von 4,4 Prozent an den globalen Treibhausgasemissionen auf und ist somit klimaschädlicher als der Flugverkehr. Der Einkauf trägt hierbei eine wesentliche Verantwortung: Der Einkauf kann bis zu 70 Prozent der im Krankenhaus entstehenden Emissionen beeinflussen. Dazu kommt die Verantwortung einer nachhaltigen Lieferkette unter Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards.

Das Sorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettengesetz) wird heute im Bundestag beschlossen und tritt ab 1. Januar 2023 in Kraft. Der Einkauf ist somit zentrale Schlüsselposition einer nachhaltigen Wirtschaft. Er ist Multiplikator nach innen und nach außen.

„Es liegt uns viel daran, mehr Menschen in Einrichtungen des Gesundheitswesens für dieses Thema zu sensibilisieren und zu mobilisieren“, sagt Stefan Krojer, Gründer der Initiative ZUKE Green. Deshalb sucht die Initiative Mitstreiter*innen aus allen Berufsgruppen im Gesundheitswesen - egal ob Einkauf, Technik, Verwaltung, Pflege, Ärzte oder andere, die als Botschafter*in dieselbe Vision teilen.

Die Vision von ZUKE Green

Jede Gesundheitseinrichtung ist im Jahr 2035 klimaneutral, trägt ihre soziale Verantwortung innerhalb der eigenen Einrichtung plus Lieferkette und arbeitet trotz Einhaltung sozialer und ökologischer Standards wirtschaftlich. Kostensteigerungen sind minimiert, Fördermöglichkeiten genutzt und Risiken gemanagt.

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