Auch sei damit zu rechnen, dass sich auch die Anbieterstruktur ändern werde. Hier nannte Haas das Beispiel der Firma Nokia, die im Jahr 2007 noch als die Marke der Mobilkommunikation etabliert war, heute aber auf dem Markt so gut wie nicht mehr existiert. Auch die Kaufentscheidung werde sich ändern, denn laut einer Studie würden 80 Prozent der Kaufentscheidungen getroffen, ohne dass ein Vertriebsmitarbeiter involviert ist.
- Die Herausforderungen für den Krankenhauseinkauf sind folglich: Auf dem neuesten Stand bleiben (social selling, social buying).
- Wie schaffe ich Innovationsstrukturen?
- Was unternehme ich, damit meine Mitarbeiter und meine Kollegen dies schaffen.
Mit dem Fazit „Die veränderte Erwartung an digitale Gesundheitsangebote erfordert neue Fähigkeiten und Strukturen – finde den richtigen Weg“, endete der motivierende Vortrag von Haas und war ein perfekter Übergang zur Preisverleihung, die von Stefan Krojer moderiert wurde. Die Preise für die drei Bestplatzierten wurde jeweils durch ein Mitglied der Jury überreicht. Im Vorfeld waren die Kandidaten für die ersten drei Plätze ohne Angabe des Rankings informiert und zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen worden.
Im Rahmen der Feierleichkeiten wurden die Lösungen der Gewinner vorgestellt.
Platz 3: RFID-Lösung für Bestandsmanagement
Der dritte Platz des Hospital Supplier Awards wurde durch Pavlos-Agis Briolas, Leiter Kostenmanagement des Jüdischen Krankenhauses in Berlin, an die Firma Cardinal Health verliehen, die mit ihrem Produkt „WaveMark™“ ein über RFID-basiertes Online-Tracking des aktuellen Lagerbestandes, z. B. eines Herzkatheter-Labors ermöglicht. Per RFID-Chips werden die entsprechenden Artikel identifiziert und mit dem Lagerbestandssystem verknüpft.
Der Fokus für das Produkt lag auf den Themen Patientensicherheit, Optimierung von Abläufen und eine nachhaltige Kostensenkung. Das System ist eine Online-Darstellung des aktuellen Lagerbestandes, eine Inventur ist damit einfach mittels „Überstreichen mit dem Scanner“ in wenigen Sekunden möglich. Mithilfe der RFID-Technologie ist eine ständige Rückverfolgbarkeit möglich. Das System ist skalierbar und in eine bestehende Krankenhausinfrastruktur integrierbar. Briolas erläuterte weiter die Bedeutung eines solchen Systems anhand seiner täglichen Arbeit, bei der er Kosten für implantierte Produkte zum Teil manuell und aufwändig ermitteln muss.

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