Klinik Einkauf 04/2023Gemeinsam zu mehr Transparenz

Eine Übersicht über die finanziellen und materiellen Ressourcen erfordert Kooperation, konsequentes Monitoring und moderne Datenanalyse.

Klinik Einkauf Ausgabe 04/2023
Thieme Group

In Krankenhäusern arbeiten die unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen, stets mit dem Ziel einer hohen Behandlungsqualität. Während die Patienten vor allem mit dem pflegerischen und medizinischen Personal Kontakt haben, laufen im Hintergrund viele weitere Prozesse ab, um das Krankenhaus zu dem Ort zu machen, der es ist.

In unserem Topthema beschäftigen wir uns mit dem Controlling. Einkauf, Logistik und Klinikmanagement benötigen stets eine Übersicht über die Kosten und Ressourcen. Oftmals stoßen die Kliniken dabei jedoch an ihre Grenzen, etwa wenn es um die fehlende technologische Unterstützung geht. Dies zeigt auch die aktuelle Krankenhauscontrolling-Studie – demnach stagniert die Digitalisierung im Berichtswesen. Fast ein Drittel der Krankenhäuser hätten sich bislang nicht für die Einführung von Management-Informationssystemen und Data-Warehouse-Lösungen entschieden. Auch die Häuser, die bereits über solche Systeme verfügen, setzen zumindest zur Unterstützung noch auf Tabellenkalkulationsprogramme.

Wie sich Kosten und Erlöse in einer Klinik besser verknüpfen lassen und welche Herausforderungen es dabei zu berücksichtigen gilt, zeigt Susann Buchhart in unserem Topthema auf. Ein weiteres Beispiel aus der Praxis liefern Beate Moll und Andrea Raida – sie beschreiben, wie man im kostspieligen OP-Bereich die Kostentransparenz erhöhen kann. Eine Möglichkeit dazu ist die fallbasierte Materialerfassung, die die Transparenz beim Materialverbrauch verbessern kann.

Auch abseits des Controllings gibt es Tools, die die Arbeit im Krankenhaus erleichtern können. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine immer wichtigere Rolle und entwickelt sich stetig weiter. ChatGPT dürfte dabei die wohl aktuell bekannteste Anwendung sein – doch was bringt sie für den Einkauf? Dieser Frage gehen Lennart Eltzholtz und Dr. Kerstin Stachel nach und gewähren dabei einen Einblick in ihr neues Buch „Supply it“.

Künstliche Intelligenz gewinnt aber auch bei Medizinprodukten an Bedeutung. Licht ins juristische Dunkel bringen Jutta Dillschneider und Dr. Sebastian Becker – denn die spezifischen Funktionen der Produkte mit KI können den Anforderungskatalog beim Vergaberecht noch einmal komplexer machen. Lesen Sie dazu mehr in Teil 2 unserer Serie über KI in Medizinprodukten.

Im Bereich Logistik stellen Prof. Dr. Hubert Otten und Lukas Tetz die Ergebnisse der Benchmark-Studie Krankenhauslogistik vor. Sie stammen aus den Daten von rund drei Millionen Patienten und zwei Millionen Materialtransporten. Unter anderem werden die Kennzahlen mit dem stärksten positiven beziehungsweise negativen Einfluss auf die Produktivität in der Krankenhauslogistik aufgezeigt. Erstmals bestimmt wurde auch die Hinlaufzeit – gemeint ist damit der zeitliche Abstand zwischen der Ankunft an einem Abholort eines Auftrages und dem Ende eines vorherigen Auftrages. Diese und weitere Kennzahlen finden Sie ab Seite 39.

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