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Klinikapotheke

Sterilherstellung im Klinikum Saarbrücken zieht in Neubau

Das Klinikum Saarbrücken schließt die Erweiterung der Apotheke durch neue Räumlichkeiten zur Sterilherstellung ab. Mehr als 1,8 Millionen Euro sind in die bauliche Erweiterung geflossen.

Apotheke Klinikum Saarbücken Nadja Lang

Klinikum Saarbücken

Nadja Lang, Pharmazeutisch-technische Assistentin, bei der Zytostatikazubereitung.

Die Sterilherstellung des Klinikums Saarbrücken findet ab sofort mehr Platz in den neuen Räumlichkeiten der erweiterten Apotheke auf dem Winterberg. Über 2200 Krankenhausbetten versorgt die Apotheke des Klinikums aktuell mit Medikamenten, darunter Patientinnen und Patienten des Krankenhauses der Landeshauptstadt Saarbrücken, drei Akutkrankenhäuser sowie drei Rehakliniken der Region. Hinzu kommen Arzneimittellieferungen an den ADAC Rettungshubschrauber, den Rettungszweckverband in Saarbrücken sowie den Malteser Hilfsdienst.

Einen Schwerpunkt der Patientenversorgung bildet die Herstellung von patientenindividuellen Sterilzubereitungen. Im vergangenen Jahr wurden so in der Apotheke auf dem Winterberg beispielsweise rund 5000 Zytostatikazubereitungen - Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die Zellteilung hemmen – für die Krebsbehandlung hergestellt sowie 3000 weitere Spezialzubereitungen unter anderem für die Versorgung der Patienten der Augenklinik.

Räume zur Sterilherstellung

Um diese Versorgung zukunftsfähig auszubauen, hat das Klinikum Saarbrücken im Mai 2020 mit der Erweiterung der Apotheke begonnen. Im Neubau sind parallel zum täglichen Betrieb Räume zur Sterilgutherstellung entstanden. Hier stellen die Mitarbeiterinnen der Apotheke ab Sommer nach dem neusten Stand der Technik und den internationalen Qualitätsansprüchen sterile Arzneimittel her.

Dafür sind auf dem Winterberg mehr als 1,8 Millionen Euro in die bauliche Erweiterung geflossen – neben der bauausführenden und auf Reinräume spezialisierten Firma WISAG waren auch die hauseigenen Teams im Klinikum Saarbrücken der Technischen Abteilung, EDV und Hauswirtschaft in das Projekt eingebunden.

Längere Haltbarkeit von Medikamenten

Neben dem Schwerpunkt auf Zytostatika und Spezialzubereitungen bietet die Sterilherstellung im Klinikum Saarbrücken weitere Chancen. So wird ein Fokus künftig auch die Herstellung von sogenannten Hochrisiko-Zubereitungen sein, wie zum Beispiel Perfusorspritzen für die Intensivstationen. Durch die Herstellung in der Apotheke kann einerseits eine längere Haltbarkeit sichergestellt, andererseits langfristig auch eine Entlastung des Pflegepersonals erreicht werden.

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