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Medikamentenversorgung

Knappschaftskrankenhaus Bottrop stellt auf Unit-Dose-Versorgung um

Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop stellt bei der Medikamentenbereitstellung auf die digitale Unit-Dose-Versorgung um. Dabei sortiert ein Automat die Medikamente patienten- und  einnahmezeitenbezogen.

Unit-Dose-Versorgung

UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

Ein Automat übernimmt die patientenindividuelle Zusammenstellung der Medikamente im Bochumer Labor.

Die richtige Medikation in der richtigen Dosierung zum richtigen Zeitpunkt für den richtigen Patienten zusammenzustellen ist ein zeitaufwendiger Prozess mit Fehlerrisiko. Hier erhöht die digitale Unterstützung innerhalb der Medikamentenversorgung erheblich die Arzneimitteltherapiesicherheit und schafft mehr Zeit für die Pflege der Patienten.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase im März werden die elf Fachkliniken im Knappschaftskrankenhaus Bottrop nacheinander federführend durch die Zentralapotheke der Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH auf die Unit-Dose-Versorgung umgestellt. Traditionell wurden die Medikamente – meist während der Nachtschicht – im Vier-Augen-Prinzip durch die Pflegekräfte für die Patienten auf ihrer Station zusammengestellt. Mit der Unit-Dose-Versorgung müssen die Medikamente nicht mehr händisch bereitgestellt werden, sondern ein Automat übernimmt die patientenindividuelle Zusammenstellung, Verpackung und Etikettierung von Tabletten, Kapseln und Dragees. Die Fehlerquote kann so auf fast ein Prozent gesenkt werden, so dass das neue System eine enorme Steigerung der Patientensicherheit mit sich bringt.

Die Unit-Dose-Versorgung ist direkt in das Krankenhausinformationssystem integriert. Hier werden die ärztlichen Anordnungen durch die Apotheker:innen hinsichtlich Dosierung, Wechselwirkungen, Auswahl der Arzneimittel geprüft und mit dem ärztlichen Dienst individuell angepasst. Über das Krankenhausinformationssystem werden die Medikationsprofile der Patient:innen auf digitalem Wege an die Apotheke in Bochum übermittelt, bevor die Medikamente unter Aufsicht von Pharmazeutisch-technischen Assistent:innen unter hohen Hygienestandards automatisch abgepackt werden.

Der  Automat sortiert innerhalb kürzester Zeit die Medikamente patienten- und  einnahmezeitenbezogen in Tütchen auf denen alle relevanten Daten wie Klinik-Standort, Station, Patientenname, Datum, Medikation und ein QR-Code mit hinterlegtem Beipackzettel aufgedruckt sind. Über ein Kontrollgerät werden die Tüten fotografiert und eine Identitätsprüfung über den Abgleich von Form, Farbe und Beschriftung mittels einer Datenbank durchgeführt. Jede Abweichung wird durch pharmazeutisches Fachpersonal begutachtet und korrgiert. Erst danach verlassen die Tütchen per Versandbox die Apotheke und werden an das Krankenhaus ausgeliefert.

Die Unit-Dose-Versorgung ist deutschlandweit erst in wenigen Kliniken etabliert. Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop folgt mit der Umstellung den Verbundhäusern Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH und Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, die bereits seit 2020 alle Stationen auf die Unit-Dose-Versorgung umgestellt haben. Zeitgleich mit dem Knappschaftskrankenhaus Bottrop wird die Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH durch die gemeinsame Zentralapotheke angeschlossen.

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