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BVMed zum Jahreswechsel 2018/19

„Wir brauchen einen ressortübergreifenden Strategieprozess Medizintechnik“

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, spricht sich zum Jahreswechsel 2018/19 dafür aus, umgehend den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Strategieprozesses Medizintechnik auf hoher politischer Ebene zu starten.

Medizintechnik

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Symbolbild

„Mit dieser Unterstützung wollen die Medizintechnik-Unternehmen erreichen, Forschungsergebnisse schneller in die Versorgungspraxis zu überführen und den Patienten den medizintechnischen Fortschritt zeitnah zur Verfügung stellen zu können. Die gesamte Gesundheitswirtschaft muss sich zudem viel schneller digitalisieren. Wir benötigen von der Politik verlässliche Vorgaben. Die Zeit drängt“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vom 7. Februar 2018 heißt es dazu: „Wir werden die E-Health-Initiative und den Strategieprozess Medizintechnik weiterführen, um Deutschland als Standort der Gesundheitswirtschaft nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten. Wir werden auch den Pharma-Dialog unter Einbeziehung der Regierungsfraktionen des Deutschen Bundestags fortsetzen.“ Der Pharmadialog läuft bereits in der neuen Legislaturperiode auf Staatssekretär-Ebene.

Für den MedTech-Bereich braucht es nun den Neustart eines strukturierten und ressortübergreifenden Strategieprozesses Medizintechnik, so der BVMed. Dazu gehört auch die Fortführung der nationalen Informationsplattform medizintechnologie.de. Der Druck zur Veränderung und der Wunsch nach dynamischeren Bewertungssystemen, die nützliche Anwendungen schneller zum Patienten bringen, werden nach Ansicht des BVMed nicht zuletzt von den Patienten selbst kommen.

Miniaturisierung von Produkten wird vorangebracht

Beispiel Diabetes-Behandlung: In den USA ist ein erstes „Closed loop“-System mit kontinuierlicher Glukosemessung und über intelligente Algorithmen gesteuerter Insulinpumpe bereits auf dem Markt. In Europa warten die Diabetiker ungeduldig auf diese Innovation. Zum Jahreswechsel stellt der BVMed insbesondere die medizintechnischen Trends in den Vordergrund: „Die technischen Fortschritte in der Medizin waren in den letzten Jahrzehnten gewaltig. Und trotzdem: Wir stehen erst am Beginn einer medizintechnischen Revolution.”

„Die Miniaturisierung von Produkten wird durch Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie und optische Technologien vorangebracht. Wir reden bereits über implantierbare Mikrosysteme, die aktiv oder passiv, sensorisch, telemetrisch oder mit Nervenankopplung funktionieren können. Eingriffe werden künftig noch häufiger mit minimal-invasiver Chirurgie ausgeführt: bildgeführt, katheterbasiert, endoskopisch. Daneben etabliert sich die Molekularisierung – repräsentiert durch Biotechnologie, Zell- und Gewebetechnik.”

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