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Ganztägige ArbeitsniederlegungLogistik-Tochter der Unimedizin Rostock im Warnstreik

Verdi hat die Beschäftigten der Unimedizin Rostock Logistik für Freitag, den 25. Februar 2022 zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Mitarbeitenden der UMR Logistik fordern eine Angleichung des tariflichen Entgelts.

Kritik
Juan Aunion/stock.adobe.com

Symbolfoto

Um unter anderem das gleiche tarifliche Entgelt wie die Mitarbeitenden der Universitätsmedizin Rostock zu erhalten, ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten der UMR Logistik GmbH zum ganztägigen Streik auf. Als 100-prozentige Tochterfirma beschäftigt sie etwa 280 Mitarbeiter. Neben Patiententransfers kümmert sie sich unter anderem um Unterhalts- und Sonderreinigungen und den Pfortendienst an der Universitätsmedizin Rostock.

Vollständige Übernahme des Tarifvertrags der Länder

Zwar würden Mitarbeitende laut UMR Logistik seit Beginn des Jahres 2019 nach dem für Landesbedienstete gültigen Flächentarifvertrag (TV-L) bezahlt, wodurch die Gehälter über den Branchentarifverrägen lägen und in den letzten fünf Jahre durchschnittlich um rund 50 Prozent gestiegen seien. Trotzdem bestehe seitens der Mitarbeitenden und der Gewerkschaft eine Unzufriedenheit. So solle mit dem Streik erreicht werden, dass die Mitarbeitenden der Unimedizin Rostock und der 100-prozentigen Logistik-Tochtergesellschaft das gleiche tarifliche Entgelt erhalten. Dazu gehöre eine steuerfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1300 Euro und eine Vergütungssteigerung von 2,8 Prozent zum 1. Dezember 2022. Damit solle die vollständige Übernahme des Tarifvertrags der Länder von 2021 erreicht werden.

Widerstand gegen Abbau von Arbeitsplätzen

Auch bangen die Mitarbeitenden wohl um ihre Arbeitsplätze. Mit der Inbetriebnahme des Gebäudes für Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) und damit der beginnenden Konzentration der somatischen Disziplinen auf den Campus Schillingallee gehe nun eine Neuorganisation einiger Bereiche einher. Diese habe auch Auswirkungen auf die logistischen Bereiche der Universitätsmedizin Rostock. So sei mit einem langfristig deutlich geringeren fahrzeuggebundenen Transportaufkommen durch die Logistik GmbH zu rechnen. Laut UMR würden den betroffenen rund 50 Mitarbeitenden im Transport Stellen innerhalb des Unternehmens wie auch an der Universitätsmedizin selbst angeboten.

Trotz des für den 25. Februar ganztägig geplanten Streiks sind die Arbeitsabläufe der Unimedizin Rostock – etwa bei den Speisen- und Patiententransporten – durch interne Umorganisation gesichert.

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