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Hessen

Trans-o-flex nimmt energiesparendes Umschlagzentrum in Betrieb

Der auf Transporte von Arzneimitteln und sensible Güter spezialisierte Expressdienst Trans-o-flex baut sein Netzwerk aus. In Hessen hat das Unternehmen rund 13 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum investiert.

Trans-o-flex Driedorf

Trans-o-flex

Das neue Trans-o-flex-Logistikzentrum im hessischen Driedorf liegt direkt neben einem Solarpark.

Trans-o-flex hat im hessischen Driedorf den Betrieb eines weiteren Logistikzentrums aufgenommen. Mit einer Gesamtinvestition von rund 13 Millionen Euro ist im Gewerbegebiet Potsdamer Platz auf einem 41 649 Quadratmeter großen Grundstück ein Umschlagzentrum entstanden, in dem Pakete und Paletten in zwei verschiedenen Temperaturzonen behandelt werden können.

Bisher getrennte Standorte für den Transport von Kühlarzneimitteln (2 bis 8 Grad Celsius) im Netz von Trans-o-flex Thermomed und von Medikamenten im Raumtemperaturbereich (15 bis 25 Grad Celsius) im Netz von Trans-o-flex Express werden am neuen Standort vereint. Dafür wurde in die Halle, in der Sendungen bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad Celsius sortiert und umgeschlagen werden, eine separate Kühlzelle für den Umschlag bei 2 bis 8 Grad Celsius eingebaut.

Optimierung durch Y-förmige Bauweise

Während diese Kühlzellen von Anfang an über Klimaanlagen gesteuert werden, ist die übrige Halle so gebaut, dass sie die vorgegebene Temperatur an mehr als 80 Prozent aller Tage durch das Prinzip der freien Kühlung erreicht. Dabei wird die Temperierung der Halle durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung geregelt. „Das spart Energie“, erläutert Trans-o-flex-Chef Wolfgang P. Albeck. „Zur Absicherung des Temperaturbereichs von 15 bis 25 Grad Celsius werden wir aber für extrem heiße Tage noch zusätzliche Klimatechnik installieren.“

Am neuen Standort stehen dem Unternehmen bei nur rund 5 000 Quadratmetern Hallenfläche insgesamt 81 Be- und Entladetore zur Verfügung. Dies sei einer Y-förmigen Bauweise zu verdanken, die den Flächenbedarf senkt und zugleich die Abwicklung optimiert. Albeck: „Bei gleicher Umschlagfläche können wir in der Y-Bauweise im Vergleich zum klassischen Rechteck mehr Be- und Entladetore einbauen. Außerdem verkürzen wir in der Halle die Sortierwege und sparen dadurch im täglichen Betrieb Zeit.“

Mehr E-Mobilität

Darüber hinaus sei der neue Standort besonders verkehrsgünstig gelegen. Dabei wurde auch das Thema E-Mobilität mitgedacht: Um auf den stärkeren Einsatz von Elektrofahrzeugen vorbereitet zu sein, gibt es auf dem Mitarbeiterparkplatz Ladestellen für E-Autos. An den Be- und Entladetoren gibt es außerdem Stromanschlüsse, um Fahrzeuge mit Ökostrom zu temperieren. Zusätzlich wurden spezielle Anschlüsse für die Ladung batterieelektrischer Zustellfahrzeuge vorbereitet.

Das neue Umschlagzentrum liegt zudem direkt neben einem Solarpark. Auch das passe zum Unternehmen, das seit 2008 fast ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen beziehe. Bis zum Jahr 2050 will Trans-o-flex komplett klimaneutral arbeiten.

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  • Arzneimitteltransport
  • Wolfgang P. Albeck

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