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Energieeffizienz

Asklepios Klinik Altona nimmt Blockheizkraftwerk in Betrieb

Die Inbetriebnahme eines neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) ist die bisher größte Investition der Asklepios Klinik Altona in eine grünere Zukunft. Damit spart die Klinik jährlich 1800 Tonnen CO2 ein.

Nachhaltigkeit

Robert Kneschke/stock.adobe.com

Symbolfoto

Im April 2020 ist das 15 000 Kilo schwere Blockheizkraftwerk in das Kesselhaus der Asklepios Klinik Altona eingezogen. Im Juli folgte dann der neue Schornstein der Anlage. Jetzt konnte die Klinik die hocheffiziente Anlage zur Strom- und Wärmeerzeugung erfolgreich in Betrieb nehmen. Sie den vorläufigen Höhepunkt der grünen Klinikprojekte aus den vergangenen Jahren, die zu großen Teilen aus Eigenmitteln der Klinik finanziert wurden. Weitere Baumaßnahmen zugunsten der Umwelt sollen folgen.

Steigerung der Energieeffizienz durch neue Geräte

Nach einem 72 h-Probelauf geht das BHKW der Asklepios Klinik Altona ans Netz. „Die Anlage erfüllt den neusten Standard der Energieeffizienz. Über das BHKW gelingt es uns, einen großen Teil unserer Stromversorgung selbst abzusichern und das auch noch zum Wohle der Umwelt“, betont Birthe Kirberg, Geschäftsführende Direktorin der Klinik, bei der Inbetriebnahme. Bislang erfolgte die Wärmeerzeugung über Öl- und Gaskessel. Auf der Suche nach einer klimafreundlicheren Alternative für die Energieerzeugung entschied sich die Klinik für die Zusammenarbeit mit HanseWerk Natur, dem langjährigen Betreiber der Energiezentrale.

Für Sarah-Maria Kubik, Projektleiterin bei HanseWerk Natur, steht das ganzheitliche Energiekonzept im Mittelpunkt: „Beim umweltfreundlichen Energiekonzept ist es essenziell, dass alle Bedarfe berücksichtigt werden. So wurde im Rahmen des Projektes nicht nur die Wärme- und Stromversorgung optimiert, sondern auch die Effizienz der Dampferzeugung deutlich gesteigert.“ Dafür wurden unter anderem zwei Schnelldampferzeuger eingebaut, sodass die Heißwassererzeugung von der Dampferzeugung entkoppelt ist. Darüber hinaus investiert Asklepios in neue Geräte, die zum Beispiel für die Befeuchtung der Klimaanlagen oder in der Großküche verwendet werden, um die Energieeffizienz weiter zu steigern.

Umbau der Trinkwassererwärmung geplant

Seit 2010 setzt die Klinik auf energieeffiziente Umbauten in den Gebäuden der Klinik: von Stromsparmaßnahmen wie der Umrüstung auf LED-Beleuchtung bis hin zu mehreren Einzelmaßnahmen, die jeweils Wärme einsparen. Das macht das Klinikum seit 2016 auch zum Umweltpartner der Stadt Hamburg – einer Institution zur Förderung des freiwilligen betrieblichen Umweltschutzes.

Bereits 2014 wurde eine komplette Station auf eine Klimaanlage mit Frequenzregelung sowie Wärmerückgewinnung umgestellt. Nächster Meilenstein war 2015 die Modernisierung der Warmwasserbereiter für das Hauptgebäude, gefolgt von der Umrüstung der Sterilisatoren sowie der Reinigungs- und Desinfektionsgeräte auf Eigendampferzeugung im Jahr 2018. Weitere „grüne“ Projekte seien bereits in Planung. So stehe 2021 der Umbau der Trinkwassererwärmung und Arbeiten an den Pumpen der Klinik an.

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