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Völker GmbH

Wie nachhaltig kann ein Krankenhausbett sein?

Wie Nachhaltigkeit bei einem Bettenhersteller geht, zeigt Völker. Eine deutlich höhere potenzielle Recyclingquote der produzierten Krankenhaus- und Pflegebetten und ein erfolgreiches Umweltaudit durch den TÜV Süd sind das Ergebnis.

Klinikbetten

AdobeStock/TrudiDesign

Symbolfoto

Auch wenn die Produktionsprozesse des Klinik- und Pflegebettenherstellers Völker im Vergleich zu produzierenden Unternehmen anderer Branchen vergleichsweise geringe Umweltauswirkungen aufweisen, hat das Unternehmen dennoch eine Nachhaltigkeitsoffensive gestartet, um Ressourcen zu schonen und Umweltauswirkungen zu minimieren.

Geschäftsführerin Yvonne Risch: „Wir haben unseren gesamten Produktionsprozess dahingehend optimiert, dass möglichst viele Teile unserer Betten nach der Nutzung in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen recycelt werden können.“ Im Ergebnis führt das dazu, dass sämtliche Patientenbetten des aktuellen Programms zu mindestens 93 Prozent wiederverwertbar sind – beim neuesten Model S966 sind es sogar fast 96 Prozent.

Ganzheitliches Umwelt-Audit

Doch das Unternehmen belässt es nicht beim Blick auf den Produktionsprozess. Völker engagierte den TÜV Süd, um in einem mehrstufigen Audit-Verfahren das gesamte Umweltmanagementsystem über alle Abteilungen hinweg auf Optimierungspotenziale hin zu prüfen. „Wir konnten in fast allen Unternehmensbereichen Verbesserungen identifizieren. Das sind oft kleine Maßnahmen, die in der Summe aber wirklich Ressourcen sparen. Zum Beispiel tauschen wir veraltete Beleuchtungstechnik aus und stellen auf sparsame LEDs um. Außerdem setzen wir verschiedene kleine, aber wirksame Stromsparmaßnahmen in der Produktionskette um“, so Yvonne Risch.

Matratzen unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe

Auch bei seinen Lieferanten achtet Völker darauf, dass sie möglichst ressourcenschonende Produkte beisteuern. Zudem sollen sie im Idealfall aus Deutschland kommen, um kurze Transportwege und damit eine geringe Umweltbelastung sicherzustellen. So werden die exklusiv für Völker produzierten Matratzenvarianten des Unternehmens Metzeler aus Kaltschaum unter der Verwendung von Pflanzenöl statt dem herkömmlichen Erdöl hergestellt – eine nachhaltige Produktinnovation des Unternehmens aus Bayern. So kann Völker nun Matratzen in seinen Betten nutzen, deren Grundlage ein nachwachsender Rohstoff ist.

Nachhaltigkeit lohnt sich auch ökonomisch

Das Unternehmen arbeitet nun daran, alle fast 40 definierten Maßnahmen des Umwelt-Audits umzusetzen. Doch damit wird längst nicht Schluss sein. Für die Zukunft des Unternehmens hat die Geschäftsführerin das Thema Nachhaltigkeit zur Chefsache erklärt, schließlich schonen beispielsweise die Maßnahmen aus dem Audit nicht nur die Umwelt, sondern durch Energieeinsparung auch den unternehmerischen Geldbeutel. „Wir müssen künftig bei allen unternehmerischen Herausforderungen das Thema Nachhaltigkeit mitdenken – aus ökologischen wie ökonomischen Gründen. Das ist sicherlich ein Prozess, aber wir sind bereits auf einem guten Weg.“

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