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Grüner Knopf

Diakonie und Caritas wollen nachhaltige Textil-Beschaffung stärken

Caritas und Diakonie haben sich Anfang September 2020 die Förderung nachhaltiger Textil-Beschaffung auf die Fahne geschrieben und setzen auf das Siegel „Grüner Knopf“ des Entwicklungsministeriums (BMZ).

Grüner Knopf

BMZ

Am Textilsiegel „Grüner Knopf“ sind nachhaltig produzierte Textilien zu erkennen.

In den beiden Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie gibt es allein über 557 500 Plätze in stationären Einrichtungen, in denen über 573 600 Menschen hauptberuflich arbeiten - jeden Tag werden große Mengen an Bettwäsche, Handtüchern und Berufskleidung eingesetzt.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und Hans Jörg Millies, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, haben am 9. September 2020 in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung nachhaltiger Textilbeschaffung unterschrieben. Die Eckpunkte der künftigen Zusammenarbeit beinhalten beispielsweise die Durchführung von Pilotprojekten, Marktdialogen zwischen Beschaffern und Bietern, sowie Workshops zur technischen Unterstützung. Geplant sind Informationsmaterialien zu den besonderen Anforderungen nachhaltiger Textilbeschaffung in der Freien Wohlfahrtspflege wie auch die Aufbereitung anschaulicher und innovativer Beispiele aus der Praxis, die nicht zuletzt Kostenkalkulationen umfassen.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Wenn man sich klarmacht, wieviel Wäsche in unseren Pflegeinrichtungen und Krankenhäusern Tag für Tag anfällt, wird anschaulich, dass ihr Einkaufsverhalten tatsächlich Marktrelevanz hat. Wenn wir zielgerichtet ökologisch produzierte und fair gehandelte Textilien nachfragen, haben wir einen großen Hebel, um etwas zum Besseren zu bewegen: Wir tragen zum Schutz der Menschenrechte in den Lieferketten bei, verhelfen Menschen zu besseren Arbeits- und Einkommensbedingungen, tun etwas gegen den Klimawandel, verhindern die Übernutzung oder Vergiftung von Böden und Gewässern und leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz."

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller: "Ich freue mich, dass Diakonie und Caritas auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."

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