
2018 verbuchten die Ingelheimer Zuwächse sowohl im Geschäft mit Humanmedikamenten als auch im Tiermedizin-Bereich.
2018 stand nach dem im Jahr zuvor vollzogenen komplexen Tauschgeschäft mit Sanofi und einem damit verbundenen Verlust nun ein Konzernplus von 2,1 Milliarden Euro zu Buche. 2017 war es ein Minus von 223 Millionen Euro gewesen. Boehringer hatte von Sanofi das Tiermedizingeschäft Merial erworben und dafür das eigene Geschäft mit rezeptfreien Arzneien an die Franzosen abgegeben. Der Verkauf hatte einmalige Steuerzahlungen in Milliardenhöhe nach sich gezogen.
So viel investiert wie noch nie
Der Umsatz von Boehringer lag 2018 bei 17,5 Milliarden Euro. Das war ein Rückgang um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, bereinigt um Währungs- und Einmaleffekte indes ein Plus von vier Prozent. 72 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf die Humanpharmazie, wobei das Atemwegspräparat Spiriva einmal mehr das umsatzstärkste Produkt war. 23 Prozent des Umsatzes machte die Tiermedizin aus. Wichtigster Markt sind und bleiben die USA, in China überschritt Boehringer 2018 erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro.
2018 investierte Boehringer nach eigenen Angaben mit 1,1 Milliarden Euro so viel wie noch nie. Vor einigen Monaten wurde etwa Richtfest beim Ausbau der Herstellung von Biopharmazeutika in Wien gefeiert, auch in den deutschen Biopharmazie-Standort im baden-württembergischen Biberach fließt ein dreistelliger Millionenbetrag. Boehringer bedaure den Brexit, sehe ihn aber als Ansporn, noch stärker für Europa zu kämpfen, sagte von Baumbach. Hier seien in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Höhe von insgesamt mehr als drei Milliarden Euro vorgesehen.




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