JahresbilanzDräger setzte Erfolgskurs im Geschäftsjahr 2025 fort

Dräger erzielte 2025 einen Rekordumsatz und steigerte seine Gewinne deutlich. Die Segmente Medizin- und Sicherheitstechnik wachsen, trotz der Belastung durch US-Zölle und Währungseffekte. Anleger profitieren nun von der dritten Dividendenerhöhung in Folge.

Dräger Hauptsitz
Dräger
Dräger Hauptsitz in Lübeck.

Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Dräger zieht ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2025: „Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet“, sagt Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger.

Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet.

Der Umsatz stieg um 111 Millionen Euro auf den Rekordwert von rund 3482 Millionen Euro (2024: 3370,9 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich um rund 39 Millionen Euro auf über 233 Millionen Euro (2024: 194 Millionen Euro) – trotz der Belastung durch Zoll- und Währungseffekte und dem Wegfall der positiven Einmaleffekte aus dem Vorjahr. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 6,7 Prozent (2024: 5,8 Prozent).

Auftrags- und Umsatzwachstum in beiden Segmenten

Der Auftragseingang mit rund 3569 Millionen Euro übertraf den Vorjahreswert um etwa 189 Millionen Euro. Damit ist der Auftragseingang im Konzern währungsbereinigt um 7,7 Prozent auf 3569,4 Millionen Euro gestiegen (2024: 3380,5 Millionen Euro). Beide Segmente, Medizin- und Sicherheitstechnik, konnten eine gute Nachfrage verzeichnen. 

Medizintechnik:

Im Segment Medizintechnik führte die hohe Nachfrage nach Anästhesie- und Beatmungsgeräten sowie Services und Verbrauchsmaterialien zu einem hohen Auftragseingang und Segmentumsatz. Zudem erhielt das Lübecker Unternehmen einen Großauftrag für Krankenhausinfrastruktursysteme aus Mexiko für mehrere Jahre. Vor diesem Hintergrund wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Auftragseingang (währungsbereinigt): 2046,6 Millionen Euro (Plus 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)
  • Segmentumsatz (währungsbereinigt): 1995,6 Millionen Euro (Plus 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)

Sicherheitstechnik: 

Die größten Treiber im Segment Sicherheitstechnik waren kundenspezifische Lösungen und Gasmesstechnik. Außerdem stieg die Nachfrage nach Atem- und Personenschutzprodukten sowie Alkohol- und Drogenmesstechnik. Das Wachstum fiel geringer aus als in der Medizintechnik:

  • Auftragseingang (währungsbereinigt): 1522,8 Millionen Euro (Plus 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) 
  • Segmentumsatz (währungsbereinigt): 1486,3 Millionen Euro (Plus 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)

Positive Konzernentwicklung trotz Belastung durch US-Zölle

Insgesamt liegt der Konzernumsatz währungsbereinigt bei 3481,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bruttomarge legte im Geschäftsjahr 2025 um 0,3 Prozentpunkte auf 45,2 Prozent zu, was auf die Margenverbesserung in der Medizintechnik zurückzuführen ist. Das Ebit stieg deutlich um 20,3 Prozent auf 233,4 Mio. Euro und die Ebit-Marge erhöhte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. 

Zu diesem Wachstum auf Konzernebene trugen alle Regionen bei. Dazu zählen Deutschland, Europa, Amerika, Asien-Pazifik, Afrika und der Nahe Osten. Als Hauptgründe für diese positive Entwicklung führt Dräger die hohe Auftrags- und Umsatzdynamik, die verbesserte Bruttomarge sowie das starke Jahresendgeschäft an. 

Doch es ist auch die Rede von einem „widrigen Umfeld“:  US-Importzölle belasteten das Ergebnis mit rund 25,5 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde das Ebit durch Währungseffekte von rund 45 Millionen Euro beeinträchtigt.

Dividende soll deutlich erhöht werden

Vom Rekordjahr 2025 sollen nun auch die Anleger profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 2,21 Euro je Stammaktie (2024: 1,97 Euro) und 2,27 Euro je Vorzugsaktie (2024: 2,03 Euro) vorschlagen. Damit würden 30,1 Prozent des Jahresüberschusses ausgeschüttet. 

„Unser Ziel bleibt es, die Profitabilität weiter zu steigern“, erklärt Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger als Ausblick auf 2026. Dräger prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 1 bis 5 Prozent (währungsbereinigt 2 bis 6 Prozent) und eine Ebit-Marge von 5 bis 7,5 Prozent. 

In Bezug auf die Dividendenpolitik plant Dräger auch in den kommenden Jahren mindestens 30 Prozent des Jahresüberschusses auszuschütten, sofern die Eigenkapitalquote mindestens 40 Prozent beträgt.

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