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LieferengpässeApotheker nutzen Facebook als Umschlagsplatz

Lieferengpässe bei Medikamenten halten die Apothekenlandschaft seit Wochen in Atem. Während in der Politik weiterhin über effektive Maßnahmen und eine Verbesserung der Informationskette diskutiert wird, werden der Ärger und die Verzweiflung bei vielen Apotheker*innen immer größer.

Tabletten
pixabay

Symbolfoto

Pharmazeuten greifen daher zu ungewöhnlichen Maßnahmen in den sozialen Medien, über die der Branchendienst Apotheke Adhoc berichtet.

Über Facebook hat ein Apotheker ein Foto eines Rezepts für den Blutdrucksenker Perindopril veröffentlicht. Im zugehörigen Beitrag fragt er seine Kollegen, ob diese das entsprechende Arzneimittel noch vorrätig haben und ihm damit aushelfen können, da er selbst offensichtlich von Lieferengpässen betroffen ist.

Obwohl die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) eigentlich untersagt, dass Apotheken Medikamente von anderen Apotheken beziehen, gibt es Ausnahmen, wenn ein dringender Bedarf zur unmittelbaren Versorgung und Anwendung besteht. Solange auch bei der Weitergabe des Arzneimittels alle gültigen qualitätssichernden Maßnahmen eingehalten werden, ist dieser demnach unproblematisch, erklärt der Branchendienst.

Kundenkontakt in sozialen Netzwerken erleichtert

Laut Bericht kommen derartige Anfragen sowie die Aushilfe unter Kollegen in letzter Zeit häufiger vor. Neben den drastischen Engpässen bei vielen Medikamenten kann dies jedoch auch andere Hintergründe haben, beispielsweise wenn Restbestände eines vom Markt genommenen Produkts vermittelt werden.

Hinzu kommt, dass die sozialen Netzwerke nicht nur einen regen Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, sondern auch den Kundenkontakt erleichtern. So können Patienten sowohl zeitnah über Engpässe als auch über neue Bestände informiert werden.

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