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Desinfektionsmittel

BMG-Projekt zur Unterstützung der Krankenhausapotheker zündet

In Deutschlands Kliniken sind während der Corona-Krise Händedesinfektionsmittel knapp geworden. Doch inzwischen verfügen die bundesweit rund 340 Krankenhausapotheken wieder über genügend Substanzen, um das Mittel herzustellen - dank eines Projekts, welches das Bundesgesundheitsministerium initiierte.

Desinfektion

Pixabay

Symbolfoto

Hygiene ist für die Arbeit im Krankenhaus unverzichtbar. Ärzte und Pfleger müssen sich regelmäßig die Hände desinfizieren, wenn sie in Kontakt mit ihren Patienten kommen. Das gilt insbesondere in Zeiten einer Pandemie.

Unternehmen liefern - Krankenhausapotheken produzieren

In der Corona-Krise sind die Hygieneanforderungen nochmals deutlich gestiegen - und in der Folge hatten sich die Bestände an Händedesinfektionsmitteln in Deutschlands Krankenhäusern dramatisch verringert. Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) schlug Alarm - und das Bundesgesundheitsministerium reagierte: Es brachte ein Projekt der ADKA mit Shell Deutschland Oil GmbH, DHL Express Deutschland und drei weiteren Unternehmen auf den Weg. Dadurch sind insgesamt 700 Tonnen Bioethanol an bundesweit rund 340 Krankenhausapotheken geliefert worden.

Das Besondere an der Aktion: Auch die Unternehmen reagierten schnell und handelten wie ein lange eingespieltes Team. Mithilfe von Tankwagen und der Logistik der Spedition Klaeser lieferte Shell das Bioethanol. Die Substanz wurde in Duisburg bei der Rhenus Warehouse Solutions in 1000-Liter-Container abgefüllt und dann per Lkw zu den Krankenhausapotheken gebracht. Dort fügten die Apotheker Wasserstoffperoxid vom Spezialchemiekonzern Evonik und Glycerin des Chemieunternehmens Olin, vor Ort kommissioniert von Dow Deutschland, und steriles Wasser hinzu. So stellten die Pharmazeuten innerhalb kürzester Zeit gebrauchsfertige Händedesinfektionsmittel für den Klinikalltag her. Für die Zustellung des Wasserstoffperoxids und des Glycerins an die Krankenhausapotheken sorgte DHL Express.

„Großes Kompliment an alle Beteiligten, die mit viel Engagement und Kreativität unter Einhaltung aller erforderlichen Auflagen für den hochkomplexen medizinischen Bereich dieses Projekt binnen kürzester Zeit gestemmt haben“ , sagte ADKA-Präsident Prof. Dr. Frank Dörje. Der Verband taufte die Aktion „Operation Semmelweis“- in Anlehnung an den ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis (1818-1865), der als Pionier der Hygiene-Vorschriften in Krankenhäusern gilt.

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