kma Online
Sortimentsstraffung als Erfolgshebel

Klinikverbund hebt siebenstelliges Einsparpotential

Die Auswirkung einer konsequenten Bündelung von Verbrauchsgütern, zeigt das Sachkostenoptimierungsprojekt eines Krankenhausverbunds. Bei konsequenter Straffung des Artikelsortiments sind ergebniswirksame Einsparungen in siebenstelliger Höhe zu erwarten.

Taschenrechner

Foto: Pixabay

Die ungenutzten Größenvorteile des Krankenhausverbundes belasten das Jahresergebnis im Millionenbereich: Historisch gewachsene Strukturen und eine ausbaufähige Kommunikation unter den Standorten führen zu einer unüberschaubaren Artikelvielfalt. Ist der regelmäßige standortübergreifende Austausch innerhalb der Fachdisziplinen und den einzelnen Organisationseinheiten nicht etabliert, kann dieser Entwicklung einer stetig wachsenden Anzahl an Verbrauchsgütern nur schwerlich entgegengewirkt werden.

Selbst wenn Apotheke und Einkauf als Zentrale Dienste standortübergreifend strukturiert sind, stellen die Straffung des Warensortiments und das Heben von Synergieeffekten eine Mammutaufgabe dar. Daher wurde die Bredehorst Clinic Medical Management GmbH (BCMM) zur Unterstützung für dieses Projekt hinzugezogen. Denn diese Herausforderung ist ohne detaillierte Kenntnisse der eingesetzten Artikel und ihrer Alternativen und vor allem zusätzliche Personalressourcen kaum und vor allem nur deutlich langsamer zu bewerkstelligen. Die Hinzunahme einer kompetenten externen Unterstützung auf Zeit zahlt sich um ein Vielfaches aus.

Transparenz über Materialverbräuche und Sachkostenausgaben schaffen

Der erste Schritt im gemeinsamen Optimierungsprojekt der Sachkosten zwischen den Partnern besteht daher darin, Transparenz über Materialverbräuche und Sachkostenausgaben zu schaffen. Neben den Daten der Materialwirtschaft digitalisierte die BCMM hierzu zum Projektstart rund 46.000 Kreditorenrechnungen und erfasste die darin enthaltenen Informationen per OCR-Erkennung für eine weitergehende Datenverarbeitung. Die gewonnen und verknüpften Informationen der beiden Primärquellen schaffen eine holistische Abbildung über die Kosten und Verbräuche sowohl der medizinischen als auch der nicht-medizinischen Warengruppen, inkl. sämtlicher Dienstleistungen.

Die umfassende Transparenz ermöglicht es den unterschiedlichen Artikeleinsatz innerhalb des Verbundes herauszuarbeiten. Der BCMM-Benchmark mit anderen Krankenhäusern und bei nicht-medizinischen Themen mit anderen Industrien ermöglichen den detaillierten Ausweis von Einsparpotentialen. Diese Informationen ermöglichen es dem Einkauf, den Anwendern in den einzelnen Kliniken, Instituten und auch den technischen Abteilungen diese Potentiale aufzuzeigen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Garant für die Erzielung größtmöglicher Einsparungen

Ergänzt um die spezifischen inhaltlichen Qualifikationen des Projektpartners kann so ein fachlicher Austausch initiiert werden, der für eine nachhaltige Sortimentsstraffung und damit für eine nachhaltige Kostenoptimierung notwendig ist. Die Etablierung standort- und abteilungsübergreifender Produktstandards bildet die Basis für Verhandlungen mit Lieferanten, oder ermöglicht die Inanspruchnahme günstigerer Staffelpreise innerhalb von Einkaufsgemeinschaften.  

Die Schaffung einer umfassenden Datengrundlage, der Vergleich mit anderen Unternehmen gleicher und anderer Branchen, die Hinzunahme zusätzlicher personeller Ressourcen mit spezifischen Fachwissen und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten sind der Garant für die Erzielung größtmöglicher Einsparungen in kurzer Zeit!

  • Schlagwörter:
  • Sachkostenoptimierungsprojekt
  • Krankenhausverbund
  • Einsparungen

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Um einen Kommentar hinzuzufügen melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich.

Jetzt anmelden/registrieren