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Zukunftschancen

Digitalisierungsstrategien erleichtern die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern

Gesundheitsdienstleister stellen sich zahlreichen Herausforderungen. Einerseits müssen sie eine optimale Patientenversorgung gewährleisten, andererseits stehen sie bei der täglichen Patientenversorgung unter einem hohen Kostendruck. Welche Chancen bietet die Digitalisierung der Branche?

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Gesundheitsdienstleister stellen sich zahlreichen Herausforderungen. Einerseits müssen sie eine optimale Patientenversorgung sicherstellen und sind dabei auf die Innovationskraft der Forschung und die Zuverlässigkeit von Pharmaindustrie und Medizinprodukteherstellern angewiesen. Andererseits stehen Gesundheitsdienstleister bei der täglichen Patientenversorgung unter einem hohen Kostendruck. Um sie bei den Prozesskosten für Bestellung, Lieferung und Bezahlungen zu entlasten, setzt Gore auf Digitalisierung. Nach dem Motto „Easy to do business with“ soll es den Kunden weiter erleichtert werden, mit Gore zusammen zu arbeiten. Die digitale Plattform dafür liefert Global Healthcare Exchange (GHX). Was genau verbirgt sich hinter der Digitalisierungsstrategie? Welche Hürden gab und gibt es bei der Umsetzung zu beachten? Wie profitieren Krankenhäuser und Patienten von einer voll digitalen und zumindest in Teilen automatisierten Supply Chain von Order-to-Cash? Welche Chancen bietet die Digitalisierung der Branche? Antworten dazu lieferten Patrick Gößler, EMEA Provider Sales Leader bei Gore, und Martin Wabara, Head of MNS Supplier Sales Europe bei GHX.

Qualitativ hochwertige Produkte für Patienten

„Die Rettung von Menschenleben und die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten stehen im Mittelpunkt unseres Unternehmens. Dafür entwickelt Gore innovative und qualitativ hochwertige Medizinprodukte“, erläutert Patrick Gößler die Unternehmensstrategie. Seit mehr als 40 Jahren bietet Gore Ärzten und Patienten eine Vielzahl von neuartigen Behandlungsmöglichkeiten für komplexe medizinische Herausforderungen. Die Palette an medizinischen Produkten reicht von synthetischen Gefäßprothesen, endovaskulären und interventionellen Therapien, chirurgischen Netzen zur Reparatur von Hernien bis hin zu Nähten für den Einsatz in der Gefäß-, Herz- und Allgemeinchirurgie. Mehr als 45 Millionen Gore Medizinprodukte wurden bereits implantiert. „Innovation ausschließlich im Bereich der Produkte ist jedoch nicht ausreichend, um das Gesundheitswesen optimal zu unterstützen“, so Gößler weiter.

Einfaches Online-Bestellwesen für Krankenhäuser etablieren

„Gleichzeitig müssen wir es den Kliniken einfach machen, unsere Produkte zu bestellen und zu nutzen. Wir dürfen sie nicht mit aufwendigen administrativen Bestellprozessen belasten und müssen dafür Sorge tragen, dass das Personal optimale Schulung und Unterstützung erhält und die Zeit für die eigentlichen medizinischen Kernaufgaben nutzen kann. Innovation bedeutet daher für uns die ganzheitliche Sicht auf das gesamte System. Diese schließt die Bestellprozesse, Kataloge sowie die Supply Chain mit ein. Auch hier wollen wir uns innovativ und noch kundenfreundlicher aufstellen. Um diesen Zielen näherzukommen, ist Gore dabei, den Bestellprozess in Deutschland zu digitalisieren und die elektronischen Produkt- und Preiskataloge den Kliniken in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Zum Einsatz kommt dafür die Technologie-Plattform von GHX. Diese nutzt Gore bereits seit 2014 erfolgreich in Großbritannien, in den USA seit noch längerer Zeit. Nun ist sie seit Dezember 2019 auch in Deutschland implementiert. Die Plattform verbindet Hersteller mit Gesundheitsdienstleistern, optimiert elektronische Transaktionen, validiert die Daten, generiert entsprechende Rückdokumente, verschafft Transparenz über elektronische Transaktionen und sorgt für durchgängige, elektronische Order-to-Cash-Prozesse bei Lieferanten und für optimale Purchase-to-Pay-Prozesse bei den Krankenhäusern.

Die GHX Plattform soll dazu beitragen, dass Gore Bestellungen künftig schneller, genauer und effizienter bearbeiten kann und es weniger Rückfragen oder Korrekturen gibt, so Patrick Gößler. Durch einen papierlosen Prozess werde zudem die Umwelt geschont. Die Entscheidung, auch in Deutschland auf GHX zu setzen, lag auf der Hand: „Rund 50 Prozent der Kliniken in Deutschland arbeiten bereits mit GHX“, schätzt der Sales-Experte.

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  • Digitalisierung
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  • Datenintegrität

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