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Produktivitätssteigerung

Ohne Umwege zum eProcurement im Krankenhaus

Keine Scheu vor zu großen Aufwand! Florian Böhme, Director Amazon Business DACH, erklärt, wie die Digitalisierung den Einkauf im Krankenhaus zukunftsfähig macht. Online-Plattformen beispielsweise bieten Komfort und eine breite Produktpalette.

Einkaufswagen

Gabrielle Ribeiro/Unsplash

Symbolfoto

Florian Böhme

Amazon Business

Florian Böhme verantwortet seit Dezember 2016 Amazon Business DACH, den Service für Geschäftskunden auf Amazon.de.

Egal ob privat oder öffentlich, Krankenhäuser müssen in der Regel ihre Kosten im Griff haben. Nur dann ist es ihnen zum Beispiel möglich in neue Medizintechnik zu investieren, um ihren Versorgungsauftrag nachhaltig erfüllen zu können. Dem Procurement kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Obwohl vor allem früher oft nur als nachgelagerter Dienstleister innerhalb des Betriebes Krankenhaus gesehen, leistet der Einkauf schließlich einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung.  

Das Procurement im Wandel

Durch das in Deutschland geltende Prinzip der staatlich gesteuerten Krankenhausplanung sind Krankenhäuser verpflichtet, bestimmte Leistungen zu erbringen – andere wiederum dürfen sie nicht einfach aus eigenem Ermessen anbieten. Daher sind den Kliniken im deutschen Gesundheitssystem auf der Einnahmenseite gewisse Grenzen gesetzt. Das Procurement hat somit einen besonderen Einfluss darauf, wie hoch der für Investitionen dringend benötigte Gewinn am Ende des Geschäftsjahres ausfällt.  

Der Einkauf trägt zur Zukunftsfähigkeit der Organisationen bei. Allerdings muss er selbst erst einmal zukunftsfähig werden – das heißt, vor allem digital. So lassen sich klassische, operative Einkaufsprozesse wie die Bestellung aus Artikelstämmen oder die Bearbeitung von Auftragsbestätigungen heutzutage nahezu komplett digitalisieren, bis hin zur vollständigen Automatisierung. Der strategische Einkauf steuere und überwache diese Prozesse dann nur noch, so der Bundesverband Materialwirtschaft und Logistik (bme) in seiner Untersuchung „Einkauf 4.0 – Digitalisierung des Einkaufs“.

Die Rolle des klassischen operativen Einkäufers verändert sich – das Procurement kann einen großen Teil seiner Ressourcen künftig anderweitig verwenden. So können sich Einkäufer intensiver auf den strategischen Teil konzentrieren und wirken stärker als bisher bei der Realisierung der Unternehmensziele mit.

Einfluss auf die medizinische Versorgung

Die Realität sieht in vielen Fällen allerdings oft noch anders aus: Durchgängige elektronische Beschaffungslösungen sind eher die Ausnahme als die Regel. Meist ist ein Großteil von Lieferanten eher schlecht als recht in automatische Bestellvorgänge von Krankenhäusern eingebunden. Stattdessen werden Artikelstämme immer noch manuell gepflegt. Es kommt zu Medienbrüchen, etwa weil Bestellungen per Fax versendet und dann noch händisch ins ERP eingepflegt werden müssen. Auch geht kostbare Zeit damit verloren, dicke Papierkataloge zu sichten, den Bedarf einzelner Abteilungen zu ermitteln oder nach dringend benötigten Lieferungen zu suchen. Das macht das Procurement unübersichtlich und vor allem ineffizient.

Bestehende IT-Landschaft ist keine Hürde mehr

Das weiß man natürlich auch im Krankenhaus-Management. Und doch wird die notwendige Digitalisierung vielerorts nur zögerlich angeschoben – oft aus Furcht vor einem zu großen Aufwand bei der Implementierung neuer Lösungen. Online-Marktplätze wie Amazon Business haben die technologischen Barrieren im Wesentlichen beseitigt. Zudem bieten solche Systeme den Mitarbeitern endlich auch den Komfort, den sie etwa vom privaten Online-Shopping gewohnt sind.

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