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Healthcare Campus

Knapp und Central Apotheke Frankfurt starten Versorgungsnetzwerk

Der neue Healthcare Campus der Central Apotheke Frankfurt und des Logistikers Knapp verbindet die Vorteile einer lokalen Apotheke mit dem Komfort des Online-Shoppings. Medikamente sollen innerhalb weniger Stunden an Kliniken geliefert werden.

Production Perig/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Central Apotheke Frankfurt realisiert mit Healthcare-Logistiker Knapp ein urbanes Versorgungsnetzwerk. Damit verbindet der neue Healthcare Campus die Vorzüge einer lokalen Apotheke mit dem Komfort des Online-Shoppings. Medikamente und Gesundheitsprodukte werden innerhalb weniger Stunden nicht nur an Apotheken, sondern auch an Krankenhäuser geliefert.

„In den letzten Jahren hat sich bei vielen notwendigen Arzneimitteln gezeigt, dass die internationalen Lieferketten für unsere Patienten zu unsicher geworden sind. Eine Rückkehr zu Lagerbeständen, die wir selbst vor Ort steuern können ist unumgänglich, auch wenn dies natürlich höhere Kosten in den Apotheken verursacht“, erklärt Marc Schrott, Eigentümer der Central Apotheke Frankfurt und sagt weiter: „Diese Kosten gilt es zu optimieren und deshalb haben wir uns für einen hohen Automatisierungsgrad entschieden.“

Die logistischen Herausforderungen ergeben sich durch die Vermischung des B2B- und B2C-Geschäfts. Während die Artikelstruktur bei beiden Geschäftsmodellen sehr ähnlich ist, unterscheidet sich die Auftragsstruktur gänzlich. Dementsprechend werden beim Zusammenstellen der Lieferungen im Lager verschiedene Packungsgrößen benötigt: Für die Erfüllung eines Krankenhaus-Auftrages wird beispielsweise der Originalkarton verlangt.

Marc Schrott legt wert auf nachhaltige Lösungen: „Wir möchten nicht etwa in wenigen Tagen ausliefern, sondern innerhalb weniger Stunden. Das erfordert eine intralogistische Lösung mit einer sehr kurzen Auftrags-Durchlaufzeit. Ausgeliefert wird mit Elektrofahrzeugen und E-Bikes.“ Der gesamte Healthcare Campus wird mit Sonnenstrom betrieben werden, der auf der Dachfläche und den aktiven Fassaden gewonnen wird. Die Central Apotheke nutzt die maximale Sonnenladekapazität am Gebäude für die Lieferflotte. Ebenso wird das Gebäude mit Geothermie zur Heizung und Kühlung des Lagers und der Kommissionierung energetisch maximal effizient und umweltfreundlich gestaltet.

Die letzte Meile zählt nicht nur zu den kostenintensivsten Prozessen, sie birgt auch das Risiko Kunden zu frustrieren, zum Beispiel durch verspätete oder unflexible Zustellung. Der Einsatz des Healthcare Campus als urbanes Logistik-Zentrum soll es ermöglichen, die Effizienz zu steigern, Kosten zu sparen und gleichzeitig ein höheres Servicelevel zu bieten. Die integrierte Software-Lösung sorgt dafür, dass die Verfügbarkeiten im Blick behalten werden können. Für den Healthcare Campus werden neueste Technologien verwendet: Ein Paletten- und Shuttle-Lager, vollautomatische Zentralbandsysteme, ergonomische Ware-zur-Person Arbeitsplätze und eine Versandlösung, die apothekenspezifische Sicherheitsvorgaben berücksichtigt. In der Automatisierungs- und Software-Lösung sind verschiedene Erweiterungsszenarien berücksichtigt. Je nach Ausbau des Geschäfts können Technologie- und Softwaremodule einfach ergänzt werden.

Um die Versorgungsnetzwerke der Zukunft zu gestalten, geht es für Knapp vor allem darum, an den richtigen Stellen Knoten einzufügen, Synergien zu nutzen und neue Potenziale zu schaffen. Aktuell zeigt sich, dass jene Knotenpunkte, die Richtung Endkunde und letzte Meile weisen, in der Gesamtbetrachtung an Bedeutung gewinnen und hier auch Synergieeffekte mit dem stationären Handel entstehen. 

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