
„Versorgungssicherheit entsteht nicht allein durch Ausschreibungen und kurzfristige Preisverhandlungen. Sie entsteht durch verlässliche Partnerschaften, planbare Mengen und gemeinsame Verantwortung“, sagt Stefan Bode, Leiter Portfoliomanagement Pharma, Blut und Labor von Sana Einkauf & Logistik (SEL). Mitte Juni 2026 hat die Einkaufskooperation SEL ihre langfristige Rahmenvereinbarung mit dem Produzenten Burg Pharma bekanntgegeben.
Man wolle die Beschaffungskompetenz als Klinikträger nutzen, um mittelständische Strukturen gezielt zu stärken und zugleich die Versorgung im Krankenhausbereich robuster aufzustellen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Die strategische Partnerschaft sieht vor, dass Sana Infusionslösungen und weitere Krankenhausprodukte vom mittelständischen Produzenten Burg Pharma bezieht. Gemeinsame jährliche Bedarfsplanungen, klare Lieferziele und transparente Monitoring-Mechanismen sollen mehr Planungssicherheit schaffen.
Vorteile für beide Partner
Durch die Kooperation will SEL die Versorgungsstabilität und Resilienz von Marktstrukturen stärken. Gerade der Markt für Infusionslösungen sei aufgrund des hohen wirtschaftlichen Drucks auf wenige Hersteller konzentriert.
Planbarkeit ist für mittelständische Hersteller ein entscheidender Faktor.
Auf Produzentenseite sollen die Kalkulation von Produktion, Investitionen und sowie der Ausbau der Infrastruktur vereinfacht werden. „Planbarkeit ist für mittelständische Hersteller ein entscheidender Faktor, um Lieferfähigkeit, Investitionen und Produktionsstrukturen langfristig sichern zu können“, sagt Dr. Jörn Leewe, Geschäftsführer von Burg Pharma. Durch die Zusammenarbeit mit SEL könne nun in ein hochmodernes Lager sowie eine zukunftsweisende IT-Infrastruktur investiert und der Ausbau des Produktportfolios weiter vorangetrieben werden, so Leewe weiter.
Plädoyer für mehr Marktvielfalt
Die Einkaufskooperation plädiert für mehr Marktvielfalt, den Erhalt mittelständischer Produktionskompetenz und für eine Beschaffungspolitik, die nicht erst reagiert, wenn Lieferengpässe bereits eingetreten sind. Vor diesem Hintergrund bilde die Partnerschaft einen wichtigen Baustein zu einer resilienteren Gesundheitsversorgung.



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