kma Online
Wunddialog

Strukturelle Verbesserungen in der Wundversorgung gefordert

Der Expertenrat im Bereich Wundversorgung, aufgestellt vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), wünscht sich neue Strukturen und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Forderungsentwurf

Pixabay

Symbolfoto

Das Abschlusspapier des Expertenrats „Strukturentwicklung Wundmanagement“ wurde von den Teilnehmern des 5. Wunddialogs des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, in Berlin befürwortet. Das Gremium war vor zwei Jahren aus der Veranstaltungsreihe des BVMed hervorgegangen, um einheitliche Empfehlungen für die Behandlung chronischer Wunden zu formulieren. Die nun vorliegenden Ergebnisse enthalten sektorübergreifende, interdisziplinäre und interprofessionelle Vorschläge zu Diagnostik und Therapie. Experten aus Politik, Medizin, Pflege und Versorgung diskutierten am 5. Dezember 2019 in Berlin die Chancen und Grenzen der Empfehlungen. Sie sprachen sich für eine rasche Umsetzung aus.

In Deutschland leiden etwa 900 000 Menschen an chronischen Wunden. Im Schnitt dauert es jedoch rund dreieinhalb Jahre, bis betroffene Patienten von einem spezialisierten Arzt behandelt werden. Defizite in Diagnostik und Therapie verlängern die Behandlungsdauer, sind für Komplikationen verantwortlich und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Vor diesem Hintergrund bringt der BVMed Wunddialog seit fünf Jahren regelmäßig Vertreter der Pflege, Krankenkassen, Politik, Hersteller bis zur Ärzteschaft an einen Tisch. In diesem Jahr richtete sich der Fokus der Veranstaltung auf die Empfehlungen des Expertenrats „Strukturentwicklung Wundmanagement“.

In ihrem Abschlusspapier sprechen sich die Autoren vor allem für eine möglichst frühe fachgerechte Behandlung chronischer Wunden aus. Sie geben konkrete Empfehlungen zu Abläufen und Struktur der Zusammenarbeit, um eine adäquate diagnostische Abstufung zu ermöglichen. Das Abschlusspapier definiert Zuständigkeiten und Zeitpunkte prozessual in Form von Schemata. Grundsätzlich sollen Diagnostik und Therapie, unabhängig von der Fachrichtung der Versorgenden, transparent nach denselben Standards und Prinzipien erfolgen. Entsprechende Strukturen könnten im bestehenden System und sofort geschaffen werden. Für die professionelle Versorgung seien Mindestqualifikationsstandards nötig.

  • Schlagwörter:
  • Bundesverband Medizintechnologie
  • Wunddialog
  • Strukturentwicklung Wundmanagement

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Um einen Kommentar hinzuzufügen melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich.

Jetzt anmelden/registrieren

Klinik Einkauf Magazin

Das Magazin für Klinikeinkäufer, Logistiker und Entscheider im Beschaffungsprozess.

Jetzt kostenlos testen!

Neueste Termine

04.02.2020 - 05.02.2020 | Hamburg

16.03.2020 - 17.03.2020 | Rotenburg, Hessen

23.03.2020 - 24.03.2020 | Berlin

29.03.2020 - 01.04.2020 | Maritim Hotel Berlin

07.05.2020 - 09.05.2020 | Dresden

Alle Termine