KonjunkturindexFacility-Service-Anbieter erwarten deutliches Wachstum 2026

Die Facility-Service-Branche rechnet 2026 mit einem kräftigen Wachstum. Mit dem Ausbau von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und internationaler Personalgewinnung wollen Anbieter ihre Leistungsfähigkeit sichern. 

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Die Facility-Service-Branche blickt zuversichtlich ins Jahr 2026: Laut dem aktuellen Konjunkturindex von Lünendonk & Hossenfelder rechnen die befragten Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 6,6 Prozent. Grundlage der Analyse sind die Angaben von 22 Facility-Service-Anbietern.

Bereits im vierten Quartal 2025 konnten die Unternehmen ihre Umsätze deutlich steigern:  plus 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal – ein Zeichen für die kontinuierlich hohe Nachfrage nach infrastrukturellen und technischen Gebäudedienstleistungen. Auf das Geschäftsjahr 2026 blicken die Dienstleister optimistisch und erwarten ein Umsatzplus von 6,6 Prozent. Davon sollen allein 5,5 Prozent im ersten Quartal realisiert werden.

Personalsituation bleibt Markthemmnis

Trotz der guten Aussichten bleibt der wirtschaftliche Rahmen herausfordernd. Der Personal- und Fachkräftemangel wird erneut als größtes Markthemmnis identifiziert – rund 82 Prozent der Befragten nennen ihn als zentrale Wachstumsbremse.

Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen ist ungebrochen hoch, doch die Fähigkeit, dieses Potenzial auszuschöpfen, wird zunehmend durch den Personalmangel limitiert.

„Die Facility-Service-Branche befindet sich in einer bemerkenswerten Situation: Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen ist ungebrochen hoch, doch die Fähigkeit, dieses Potenzial auszuschöpfen, wird zunehmend durch den Personalmangel limitiert“, erklärt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. 

Um dagegen zu steuern, setzen inzwischen 28 Prozent der Unternehmen auf internationale Personalrekrutierung.  Insbesondere große, integrierte Anbieter treiben diesen Trend voran. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete die Branche insgesamt einen Personalzuwachs von fast fünf Prozent. Auch steigende Kosten und zunehmender Preisdruck gehören für rund die Hälfte der Teilnehmer zu den drei größten Belastungsfaktoren.

Ziele und Themen 2026

Mit Blick auf 2026 zeigt sich, dass viele Facility-Service-Unternehmen ihre internen Transformationsprozesse vorantreiben wollen. 63 Prozent der Befragten geben an, die Digitalisierung als zentrales strategisches Thema zu bearbeiten.

Grafik: Ziele und Themen 2026
Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim 2026
Der Ausbau der Digitalisierung steht bei über der Hälfte der Unternehmen auf der Agenda.

Eine besondere Rolle spielt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI): 32 Prozent der Unternehmen planen, KI-Lösungen einzuführen oder bestehende Systeme auszubauen, etwa zur effizienteren Steuerung von Leistungen, Prozessen oder Ressourcen.

Hossenfelder sieht in den Ergebnissen einen klaren Trend: Die Anbieter hätten den strategischen Dreiklang aus Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und internationaler Rekrutierung sowie den Handlungsdruck erkannt.

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