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Wechsel

Dombeck übernimmt Apothekenleitung am BG Klinikum Hamburg

Nach mehr als 30 Jahren in der Klinikapotheke des BG Klinikums Hamburg (BGKH) geht Kristina Lamprecht-Belde in den Ruhestand und übergibt die Leitung an Dr. Frank Dombeck. Er will sich für die Arzneimitteltherapiesicherheit durch Interprofessionalität einsetzen.

BGKH

Die in Ruhestand-gehende Kristina Lamprecht-Belde übergibt die Leitung der Klinik-Apotheke vom BG Klinikum Hamburg an Dr. Frank Dombeck

An der Spitze der BG Klinikum Hamburg-Apotheke (BGKH) kommt es zu einem Wechsel: Kristina Lamprecht-Belde geht in den Ruhestand und übergibt an Dr. Frank Dombeck.

Am 1. Januar 1990 begann Frau Lamprecht-Belde am BGKH - damals noch Unfallkrankenhaus Boberg. Das Haus kannte sie zu dem Zeitpunkt schon, denn als Pharmaziestudentin aus Hamburg absolvierte sie ihr praktisches Jahr hier an der Klinikapotheke. 10 Jahre später übernahm sie die Leitung.

Steigende Herausforderungen für Klinikapotheken

1982 eröffnete die Klinikapotheke im BGKH. Schon vor der Gründung gab es eine kleine Dispensierstube. Dieser Apotheken-Vorläufer wurde im Kontext einer Gesetzesreform dann jedoch abgelöst. Damit trug man auch der Entwicklung des Hauses Rechnung, welches die Zahl der Betten seit der Gründung fast vervierfachte. Auch die Klinikapotheke wuchs so mit der Zeit von damals fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf heute über elf.

Das Wachstum selbst war aber nie die größte Herausforderung, weiß Frau Lamprecht-Belde, vielmehr die zunehmend anspruchsvolleren Rahmenbedingungen: „Ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit - heute wie damals - betrifft die Beschaffung von Arzneien. Damals kümmerten wir uns bereits selbst um den gesamten Einkauf, bis wir uns als eine der ersten Apotheken in Hamburg einer Einkaufsgemeinschaft anschlossen.“ Dass dieser Aspekt seit Jahren aufgrund deutlich zugenommener Lieferunsicherheiten immer relevanter geworden ist, zeigten die Lieferengpässe seit Jahren besonders eindrücklich: „Was unsere Versorgungssicherheit erheblich beeinträchtigt, ist die Produktionsverlagerung von Arzneistoffen und Fertigarzneimitteln in Low Cost Countries wie Indien oder China.“

„Seit Mitte 2020 haben wir begonnen, auf ersten Stationen mit Apothekern präsent zu sein, um mit den Ärztinnen und Ärzten die komplexen  Medikationen zu optimieren und somit zu mehr Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) beizutragen. Gerade auch aufgrund der steigenden Multimorbidität von immer älter werdenden Patienten, die gleichzeitig mehrere Medikamente einnehmen (Polymedikation), ist dies ein wichtiger Baustein für die Patientensicherheit.“

Mehr Arzneimitteltherapiesicherheit durch Interprofessionalität

Diesen Weg möchte Dr. Dombeck ab August intensivieren: „Globale Lieferengpässe, komplexer werdende Arzneien, die mittlerweile medizinisch Hightech-Produkte darstellen und vor allem ein zunehmender Fachkräftemangel definieren die Aufgaben und den Stellenwert heute grundlegend anders. Krankenhausapotheken bieten heute vielfältige pharmazeutische Dienstleistungen an. Kernkompetenz ist die Arzneimittelsicherheit. Diese müssen wir auf die Stationen bringen, um Personal zu entlasten und Patienten die größtmögliche Sicherheit zu bieten.“, so Dr. Dombeck.

Der gebürtige Südniedersachse war nach dem Pharmaziestudium in Braunschweig und der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München langjährig in der Patientenversorgung an der Universitätsmedizin Göttingen als  Krankenhausapotheker tätig. Als Fachapotheker für klinische Pharmazie und pharmazeutische Analytik sowie mit einem MBA mit den Schwerpunkten Krankenhausmanagement und internationale Gesundheitssysteme kennt er sich sowohl mit den pharmazeutisch-naturwissenschaftlichen Aspekten sowie den betriebswirtschaftlich-ökonomischen Faktoren aus. Anschließend wechselte Dr. Dombeck als Pharmazeutischer Geschäftsführer zur Apothekerkammer Niedersachsen. In dieser Funktion begleitete er die Novellierung des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes in Folge der Pflegemorde von Oldenburg und Delmenhorst. Eine Konsequenz daraus war die verpflichtende Einführung von Stationsapothekerinnen und -apothekern. Diesen Punkt hat Hamburg in seiner Koalitionsvereinbarung aus 2020 ebenfalls aufgegriffen.

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