
„Beharrliches Engagement und eine enge Zusammenarbeit der Apothekerorganisationen in Europa“ – dafür will sich Mathias Arnold einsetzen. Er wird ab 2027 als europäischer Apothekerpräsident in Brüssel die Interessen der Apothekerschaft vertreten.
Am 27. Mai 2026 wurde Arnold von der Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU) gewählt. Der Pharmazeut aus Halle (Saale) löst den polnischen Apotheker Dr. Mikolaj Konstanty ab. Die Kroatin Ana Soldo wurde zur Vizepräsidentin gewählt.
Arnold war bereits 2020 ZAEU-Vizepräsident und gehört seit 2026 dem neunköpfigen ZAEU-Exekutivkomitee an. Seit 2018 ist er als Delegationsleiter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf internationaler Ebene tätig.
Schwerpunkte der Amtszeit
„Die globalen Herausforderungen bei der Arzneimittelversorgung sind groß und werden immer größer“, sagt Arnold. Oft lohne es sich deshalb, den Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus zu wagen und europäische Lösungen zu finden, wenn einzelstaatliche Maßnahmen nicht ausreichen.
Arnold warnt jedoch, dass gemeinsame Initiativen nicht das Subsidiaritätsprinzip verwässern und oder unzulässig Einfluss auf die nationalen Gesundheitssysteme nehmen dürfen.
Im Fokus der Verbandsarbeit für 2027 sieht Arnold die Begleitung der europäischen Gesetzgebung. Beispielsweise beim Lieferengpass-Management und der damit verbundenen Umsetzung des Critical Medicines Act.
Ausblick
Mit Blick auf die Zukunft sei es notwendig, die politischen, rechtlichen, fachlichen und digitalen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Apotheken neue und weitergehende Aufgaben übernehmen können.
In der Gegenwart gilt es, laut Arnold, die Zukunft der Apotheke durch eine fachlich hochwertige und patientenorientierte Betreuung zu sichern – „denn jede Apotheke leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.“




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