Made in GermanyBison Polymers baut Produktionsstandort in Siegen aus

27 Millionen Euro für noch mehr Nitril-Einmalhandschuhe „Made in Germany“ – für den Produktionsausbau in Siegen erhält der Hersteller Bison Polymers eine Finanzierung durch ein regionales Bankenkonsortium.

Gruppenbild Bison Polymers
Bison Polymers
Konrad Henkel, Sascha Schellenberg und Hans-Christian Kämpfer von Bison Polymers freuen sich gemeinsam mit Burkhard Braach (Mitte) und Sebastian Blasche (rechts) von der Sparkasse Siegen über die Finanzierungszusage für den weiteren Produktionsausbau in Siegen.

Der deutsche Hersteller von Nitril-Einmalhandschuhen, Bison Polymers, erweitert seine Produktion in Siegen und sichert sich dafür eine Finanzierung in Höhe von 27 Millionen Euro. Der Ausbau soll „Made in Germany“ und europäische Lieferketten stärken. Das 2024 gegründete Unternehmen hat bisher eine Produktionslinie in Betrieb genommen und beliefert erste Kunden sowohl im medizinischen Bereich als auch im Consumer-Segment. Zu den bereits belieferten Partnern zählen unter anderem Einkaufsgemeinschaften und Großhändler im Gesundheitswesen – darunter auch die Einkaufsgenossenschaft Clinicpartner – sowie im Consumer-Bereich der Drogeriehändler Rossmann.

Des Weiteren zählt Bison Polymers mehrere spezialisierte Handelspartner im Bereich Persönliche Schutzausrüstung zu seinen Kunden. Damit unterstreicht das Unternehmen bereits in einer frühen Phase die Marktnachfrage nach Nitril-Einmalhandschuhen aus deutscher Produktion. „Wir haben in sehr kurzer Zeit bewiesen, dass der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Produktion in Deutschland möglich ist“, sagt Hans-Christian Kämpfer, geschäftsführender Gesellschafter und Co-CEO. Die Finanzierung ermögliche es nun, den Ausbau strukturiert und mit der nötigen Geschwindigkeit umzusetzen.

Wir haben in sehr kurzer Zeit bewiesen, dass der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Produktion in Deutschland möglich ist.

Für weitere Kapazitäten wird aktuell eine zweite Produktionslinie finalisiert. Mithilfe der zusätzlichen finanziellen Mittel soll die zweite Ausbaustufe beginnen. Diese umfasst vier weitere Produktionslinien. Außerdem will das Unternehmen in die Produktions- und Energieinfrastruktur investieren. Dabei setzt Bison Polymers auf eine eigens entwickelte Produktionstechnologie, eigene Forschung und Entwicklung sowie einen energieeffizienten und nachhaltigen Produktionsansatz.

Erhöhte Produktionskapazität

Mit Abschluss der zweiten Ausbaustufe wird Bison in der Lage sein, jährlich rund 1,9 Milliarden Nitril-Einmalhandschuhe zu produzieren. „Unser Ziel ist eine leistungsfähige europäische Produktion für Nitril-Einmalhandschuhe, die unabhängig von globalen Unsicherheiten funktioniert“, betont Kämpfer. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sei der Aufbau resilienter Lieferketten von zentraler Bedeutung. Die finanzielle Unterstützung sieht Kämpfer als ein starkes Signal für die Relevanz und Zukunftsfähigkeit des Projekts.

„Bison hat in kurzer Zeit gezeigt, dass aus einer klaren Vision konkrete industrielle Realität werden kann, so Vorstand Burkhard Braach von der Konsortialführerin Sparkasse Siegen. Im Ausbau des Standorts sieht sie ein wichtiges Leuchtturmprojekt für die Region. Die Sparkasse Siegen führt das regionale Bankenkonsortium, bestehend aus der Nrw.Bank sowie den Sparkassen Burbach-Neunkirchen, Olpe-Drolshagen-Wenden und Wittgenstein. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt eine Bürgschaft für die Finanzierung. 

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