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25 Millionen Dollar investiert FMC in Humacyte

Das US-amerikanische Medizinunternehmen Humacyte erhält weitere 25 Millionen Dollar von Fresenius Medical Care (FMC), Spezialist für Nierenerkrankungen. Die Unternehmen kooperieren im Rahmen einer strategischen Partnerschaft bereits seit 2018.

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Sebra/stock.adobe.com

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Fresenius Medical Care beteiligt sich mit nochmal 25 Millionen US-Dollar über ein Private Investment in Public Equity (PIPE) an dem Unternehmenszusammenschluss von Humacyte mit einer Special Purpose Acquisition Company (SPAC). Bereits 2018 hatte das Unternehmen für 150 Millionen US-Dollar eine Beteiligung an Humacyte erworben und eine strategische Partnerschaft vereinbart. Die zusammengeschlossene Gesellschaft heißt Humacyte und wird an der US-Börse Nasdaq unter HUMA gelistet. Die ursprüngliche Beteiligung von Fresenius Medical Care an Humacyte wird durch Aktien des zusammengeschlossenen Unternehmens ersetzt.

Regenerative Medizin vorantreiben

Humacyte entwickelt implantierbare menschliche azelluläre Blutgefäße (Human Acellular Vessels) für die Reparatur, den Wiederaufbau und den Ersatz verschiedener Gefäße. Diese aus menschlichen glatten Muskelzellen biologisch hergestellte Adern sind nicht immunogen und sollen Patientinnen und Patienten bei Bedarf „aus dem Regal" zur Verfügung stehen. Neben zahlreichen anderen Anwendungen wird das Produkt derzeit für den Einsatz als vaskulärer Gefäßzugang bei Hämodialyse-Patienten in einer klinischen Studie untersucht und könnte sich als wirksamer erweisen als herkömmliche synthetische Transplantate und Fisteln, weil Infektionen und der Einsatz von zentralen Venenkathetern vermieden werden könnten. Weitere denkbare Anwendungen sind Rekonstruktion und Reparatur von Unfallverletzungen sowie Implantate für verschiedene Gefäßerkrankungen.

„Die Technologie der regenerativen Medizin von Humacyte hat großes Potenzial in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung”, sagte Franklin W. Maddux, MD, Globaler Medizinischer Leiter bei Fresenius Medical Care. „Wir möchten Humacyte mit dieser erneuten Investition dabei unterstützen, Marktzulassungen zu erlangen und die Produkte den Patienten weltweit zur Verfügung zu stellen. Davon werden viele Patienten profitieren, die eine Reparatur oder Rekonstruktion des menschlichen Gefäßsystems benötigen.

Vermaktungsrechte außerhalb der USA gesichert

Humacyte und Fresenius Medical Care hatten ihre Zusammenarbeit bereits im Juni erweitert: Zusätzlich zu den Anwendungen für den Gefäßzugang und die periphere arterielle Verschlusskrankheit erhielt Fresenius Medical Care die Exklusivrechte für die Vermarktung des menschlichen azellulären Gefäßes außerhalb der USA. Dies beinhaltet auch Weiterentwicklungen und Modifikationen für die Anwendungen bei vaskulären Traumata.

Das biotechnologisch hergestellte Blutgefäß befindet sich derzeit in den USA und in Europa in abschließenden Zulassungsstudien. Humacyte plant, nach deren Abschluss in beiden Regionen die Zulassung zu beantragen. Fresenius Medical Care wird die Zulassungsprozesse unterstützen und plant mit Humacyte mittelfristig auch die Einführung in weiteren Märkten weltweit.

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