
Der Orthopädietechnikhersteller Ottobock konnte im Geschäftsjahr 2025 ein zweistelliges Wachstum erzielen: Die Umsatzerlöse im Kerngeschäft stiegen um 11,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das organische Umsatzwachstum belief sich auf 10,6 Prozent. Das bereinigte Ebitda im Kerngeschäft stieg auf 415,3 Millionen Euro (2024: 320,6 Millionen Euro).
Die Geschäftszahlen spiegeln den Erfolg unserer Arbeit wider.
Das Unternehmen hat damit die vorläufig prognostizierten Zahlen bestätigt. „Die Geschäftszahlen spiegeln den Erfolg unserer Arbeit wider. Wir haben uns 2025 über Marktniveau entwickelt“, sagt Oliver Jakobi, CEO des Konzerns. Für den zukünftigen Erfolg will Jakobi die Kombination aus innovativen Technologien, die Nähe zu den Anwendern und die integrierte Wertschöpfung als Basis beibehalten.
Wachstum im Jahr des Börsengangs
Als Wachstumstreiber identifiziert Ottobock einen vorteilhaften Produktmix, Skaleneffekte durch die Nutzung bestehender Produktions- und Vertriebsstrukturen sowie verbesserte Einkaufskonditionen. Vor diesem Hintergrund konnte das Unternehmen folgende Ergebnisse im Kerngeschäft erzielen:
- Bereinigte Ebitda-Marge: + 3,6 Prozentpunkte, Steigerung auf 26 Prozent
- Bereinigter Konzerngewinn: + 83,2 Prozent auf 177,3 Millionen Euro (2024: 96,8 Millionen Euro)
- Konzerngewinn nach Sondereffekten: 88,3 Millionen Euro
- Ergebnis je Aktie nach Sondereffekten: 1,44 Euro (2024: 0,48 Euro)
Die Sondereffekte umfassten vor allem Aufwendungen im Zusammenhang mit Re- und Umstrukturierungen sowie mit dem Börsengang. Das Unternehmen ist seit dem 9. Oktober 2025 im Prime Standard notiert und gehört seit Ende 2025 zum SDax und TecDax. Außerdem führte die geplante Veräußerung des Geschäftsbereichs Human Mobility zu Wertminderungen des Konzernergebnisses.
EMEA führt den Segmentumsatz an
In seinem größten Segment „EMEA“, bestehend aus Europa, Südwestasien und Afrika, erzielte Ottobock das stärkste Wachstum. Der Umsatz stieg von 12,7 Prozent auf 1149,2 Mio. Euro (2024: 1019,3 Millionen Euro). Treiber waren vor allem die Nachfrage nach neuen Produkten wie dem mechatronischen Prothesen-Kniegelenk Genium X4 und die Erweiterung der prothetischen Fuß-Familie Taleo. Das organische Umsatzwachstum im Segment betrug 9,5 Prozent.
Im Segment „Americas“ stieg der Umsatz um 9,5 Prozent auf 346,0 Millionen Euro (2024: 316,0 Mio. Euro). Jedoch konnte in diesem Segment mit 14 Prozent das höchste organische Wachstum erzielt werden. Dazu beigetragen haben insbesondere die Einführung des neuen mechatronischen Kniegelenks Genium X4 und die weitere Marktdurchdringung der computergesteuerten Beinorthese C-Brace sowie die Erstattungsfähigkeit des mikroprozessor-gesteuerten Kniegelenks Kenevo für Amputierte mit geringem Mobilitätsgrad.
Das Segment „Asien-Pazifik“ verzeichnete die geringste Umsatzsteigerung um 7,4 Prozent auf 104,4 Millionen Euro (2024: 97,2 Millionen Euro). Das organische Wachstum des Segments fiel mit 11,7 Prozent dagegen zweistellig aus. Die starke Nachfrage nach mikroprozessor-gesteuerten Kniegelenken, die positive Entwicklung neu eingeführter Produkte sowie die Akquisition des Versorgungsanbieters Northern Prosthetics in Australien führten zu einer positiven Umsatzentwicklung.
Mit unserem Dividendenvorschlag möchten wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre angemessen am starken Unternehmenserfolg teilhaben lassen.
Bei der Hauptversammlung im Mai wird über die erste Ausschüttung von Ottobock seit dem Börsengang entschieden. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,97 Euro pro Aktie vor. „Mit unserem Dividendenvorschlag möchten wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre angemessen am starken Unternehmenserfolg teilhaben lassen”, sagt Dr. Arne Kreitz, CFO von Ottobock.
Die vorgeschlagene Dividende entspricht einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses. Sollte die Hauptversammlung am 19. Mai zustimmen, werden insgesamt 62,1 Millionen Euro ausgeschüttet.




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