Mehr EigenständigkeitFusion zwischen PEG und Clinicpartner geplatzt

Nach der Verkündung der Pläne im Juli 2025 erfolgt nun die Kehrtwende: Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr gibt PEG bekannt, den Fusionsprozess mit Clinicpartner nicht weiter fortzuführen.

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Die Einkaufsgenossenschaft PEGwird den begonnenen Verschmelzungsprozess mit Clinicpartner nicht weiterverfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat haben nach eigenen Angaben entschieden, den Zusammenschluss aufgrund unterschiedlicher Philosophien und heterogener Mitgliederstrukturen nicht fortzuführen.

Begründet wird der Schritt damit, dass bei einer Fusion wesentliche Teile der Mitgliedseinrichtungen nicht mehr ausreichend hätten repräsentiert werden können. Ziel bleibe es, die Interessen der Mitglieder klar in den Mittelpunkt zu stellen und die genossenschaftliche Struktur zu stärken.

Die Entscheidung, den Verschmelzungsprozess nicht weiter fortzuführen, haben wir uns nicht leicht gemacht.

Nach Angaben der PEG wurde das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Die wirtschaftliche Stabilität bilde die Grundlage für die weitere strategische Eigenentwicklung. Vorstandsvorsitzender Jens Leveringhaus betont, die Entscheidung ermögliche es der Genossenschaft, künftig noch gezielter auf die Anforderungen der angeschlossenen Einrichtungen einzugehen und ihre Rolle als verlässlicher Partner im Gesundheitsmarkt auszubauen.

Inhaltlich setze die PEG weiterhin auf eine nachhaltige Ausrichtung entlang von ESG‑Kriterien. Bestehende Kooperationen mit Industrie‑ und Handelspartnern sollen vertieft werden. Zudem plant die Genossenschaft, ihre Kompetenzen insbesondere im Reha‑Bereich, bei Fachkliniken sowie im ambulanten Leistungssegment auszubauen. Auch der Senioren‑ und Pflegebereich bleibe ein zentrales Standbein.

Ergänzend will die PEG ihr Verpflegungsmanagement weiterentwickeln, um wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Versorgungskonzepte im Gesundheitswesen zu unterstützen. Vorstandsmitglied Thomas Gallmann sieht in der Neuaufstellung die Chance, das Leistungsportfolio gezielt zu schärfen und gemeinsam mit den Mitgliedern auf die strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen zu reagieren.

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