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Europa-Präsenz

Phoenix Group plant McKesson-Geschäfte zu übernehmen

Der Pharmagroßhändler Phoenix will sich in Europa breiter aufstellen und Teile vom US-Konkurrent McKesson kaufen. Am 7. Juli 2021 unterzeichneten beide eine Vereinbarung u. a. über den Erwerb der Portfoliounternehmen von McKesson Europe in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien.

Zentrale der Phoenix Group in Mannheim

Phoenix Group

Außenansicht der Mannheimer Zentrale der Phoenix Group.

Die Phoenix Group plant die Übernahme von Teilen der europäischen Geschäftsaktivitäten von McKesson. Die am 7. Juli 2021 gemeinsam unterzeichnete Vereinbarung zum Übergang der McKesson-Geschäfte in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien sowie der Europazentrale in Stuttgart und der Minderheitsbeteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Brocacef Groep in den Niederlanden steht noch unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung sowie weiterer üblicher Vollzugsbedingungen

In Deutschland stärkt sich Phoenix mit der Kompetenz und Erfahrung der Zentrale von McKesson Europe, die die Landesgesellschaften in ihrem Betrieb unterstützt. Ebenfalls erworben wird die in Deutschland ansässige Recucare GmbH. Die anteilige Geschäftsaktivität von McKesson Europe im deutschen Pharmagroßhandel ist hingegen nicht Teil der Transaktion. In Frankreich und Italien erweitert die Phoenix Group mit der geplanten Transaktion ihr bestehendes Angebot. Darüber hinaus ergänzen die Aktivitäten von McKesson Europe in Belgien, Irland, Portugal und Slowenien das Portfolio von Phoenix um Länder, in denen das Unternehmen bislang nicht vertreten ist. In den Niederlanden übernimmt der Mannheimer Pharmagroßhändler die 45-prozentige Minderheitsbeteiligung, die McKesson aktuell an dem erfolgreichen Gemeinschaftsunternehmen Brocacef Groep hält.

Die bereits bestehenden Omnichannel-Angebote der Phoenix Gruppe, die heute die Bereiche Online und Offline im Gesundheitswesen verbinden, werden durch die Transaktion und die digitale Expertise beider Unternehmen zum Nutzen von Kunden und Patienten weiter ausgebaut.

Das Familienunternehmen Phoenix beschäftigt in Europa nach früheren Angaben mehr als 39 000 Menschen, beliefert Apotheken und Kliniken mit Medikamenten und betreibt zugleich über 2800 eigene Apotheken in 14 Ländern. Der Umsatz stieg im coronageprägten Geschäftsjahr 2020/21 (31. März) um 3,2 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern legte von 164,9 auf 234,7 Millionen Euro zu.

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  • Übernahme
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