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Jahresabschluss 2021Vitruvias Abstoß der Tochtergesellschaften führt zu Einbußen

In Folge der Veräußerung der beiden Tochtergesellschaften Vitruvia GmbH und Vitruvia Consulting GmbH schloss die Vitruvia Medical AG das Geschäftsjahr 2021 mit einem Verlust von 8 002 497 Millionen CHF ab.

Bilanz
Gina Sanders/stock.adobe.com

Symbolfoto

Der Circular Economy-Anbieter Vitruvia Medical hat ihre zwei Tochtergesellschaften verkauft. Der erhöhte Kostendruck in den Kliniken verursacht durch die Corona-Pandemie, sowie die Energiekostenexplosion wegen des Ukraine-Krieges, hatten nach Unternehmensaussagen eine gewinnorientierte Preisgestaltung erschwert. Zu schaffen machten ihnen auch die neuen Regularien durch die inkraftgetretene EU-Medizinprodukteverordnung, welche Instrumente und deren Zertifizierung enorm verteuern bzw. die Marge um mehr als 50 Prozent reduzieren. Dadurch sei die Wirtschaftlichkeit des Bereiches nicht mehr gegeben, so Vitruvia.

Eine erneute Investition von Euro 5 bis 7 Millionen CHF wäre erforderlich, die erst nach weiteren 4 bis 5 Jahren zu einem erfolgreichen Break Even führen würden, weshalb der Verwaltungsrat sich zur Veräußerung entschieden hat. Dies wirkte sich negativ auf das Geschäftsergebnis 2021 aus.

Nach Wertberichtigungen der Beteiligungen und Darlehen von 7 205 954, 94 Millionen CHF schließt die Vitruvia Medical AG das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 8 002 497, 53 Millionen CHF ab. Unter Einschluss von damit zusammenhängenden Verzichten auf Darlehen und Zinsen führen zu Abschreibungen der Emittentin von 4,55 Millionen CHF sowie Wertberichtigungen auf den beiden Beteiligungen von 1,62 Millionen CHF.

Neuausrichtung und Prognose

Die strategische Neuausrichtung sieht den Ausbau der zur Vitruvia Gruppe gehörenden Firma LT Technologies GmbH & Co.KG vor. Die LT Technologies GmbH & Co. KG ist Spezialist für die herstellerunabhängige Reparatur von endoskopischen und chirurgischen Instrumenten. Vor diesem Hintergrund ändert sich auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Für 2022 sieht die Unternehmensplanung einen Umsatz von mehr als 2 Millionen CHF und ein operatives Ergebnis von 0,43 Millionen CHF vor.

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