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Medizinprodukte-LieferkettenBundesregierung plant nationale Sicherheitsstrategie

Die Bundesregierung will eine nationale Sicherheitsstrategie, um sicherzustellen, dass Deutschland bei Medizinprodukte-Lieferketten „nicht von einem Land, von einer Region komplett abhängig“ ist, so Annalena Baerbock.

Annalena Baerbock
Grüne im Bundestag/S. Kaminski

Die Bundesaußenministerin will sich für sichere Medizinprodukte-Lieferketten einsetzen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Donnerstag bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt den Wert einer sicheren Gesundheitsversorgung hervorgehoben. Lieferketten müssten so aufgestellt werden, dass mehrere Beschaffungsptionen vorlägen, sagte Baerbock nach dem Besuch beim Pharmaunternehmen Novartis in Barleben (Landkreis Börde).

Während der Covid-19-Pandemie habe man „auf schmerzhafte Art und Weise gesehen“, welche Gefährdung der Ausfall von Lieferketten die Gesundheit von Menschen darstellen könne. Erst hätten Plastikhandschuhe und Masken gefehlt, später waren Antibiotika Mangelware. Eine sichere Versorgung mit Medikamenten sei wichtig, sagte die Grünen-Politikerin. Dafür brauche es eine stärkere Vernetzung im Gesundheitsbereich in Europa.

Außenministerin Baerbock will auf ihrer mehrtägigen Deutschlandreise Informationen und Anregungen für eine Sicherheitsstrategie sammeln. Am Rande des Termins äußerte sie sich auch zu den wieder aufgenommenen Gaslieferungen Russlands durch die Pipeline Nord Stream 1. „Der heutige Tag unterstreicht, auch wenn jetzt eine Ankündigung da ist, dass das Gas wieder fließt, dass dieser Krieg eben nicht nur mit Waffen gegenüber der Ukraine geführt wird“, sagte sie. Hybride Kriegsführung bedeute, dass auch Energieabhängigkeiten als Mittel benutzt würden.

„So willkürlich wie der russische Präsident von einem Tag auf den anderen Ziele in der Ukraine bombardiert, so verfährt er auch mit der Frage Ernährungssicherheit, mit der Frage Energiesicherheit.“ Wenn man Sanktionen und Maßnahmen ergreife, müsse man diese so vorbereiten, dass man sie auf Dauer durchhalten könne, betonte die Grünen-Politikerin.

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