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Bessere Verteilung

BVMed für robuste Lieferketten und smarte digitale Lösungen

Ein Panel zu Medizinprodukte-Engpässen diskutierte beim Hauptstadtkongress 2021 die Lehren aus der Corona-Pandemie. Für den BVMed-Vorstandsvorsitzenden Dr. Meinrad Lugan fehlt es noch an digitalen Lösungen.

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Symbolfoto

Im Rahmen des diesjährigen Hauptstadtkongresses fand ein Panel zum Thema Medizinprodukte-Engpässe und Lehren aus der Corona-Pandemie statt. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) Dr. Meinrad Lugan sprach sich dabei für „robuste Lieferketten und smarte digitale Lösungen zur besseren Verteilung notwendiger Medizinprodukte“ aus. Es habe in vielen Bereichen kein Mengen-, sondern ein Verteilungsproblem gegeben, das angegangen werden müsse. Podiumsteilnehmer von Kliniken und Einkaufsgemeinschaften betonten, die Krise mit den überteuerten Preisen für bestimmte Produkte habe den Wert von verlässlichen Partnerschaften bei den Medizinprodukte-Lieferketten gezeigt.

Lugan erläuterte, dass es bei vielen Produkten wie Infusionspumpen, Kathetern, Propofol, Spritzen oder Kanülen eine „Tendenz zur massiven Über- und Mehrfachbestellungen“ gegeben habe. Den daraus entstehenden Lieferengpässen sollte „mit smarten digitalen Lösungen auf der Grundlage bestehender eStandards“ entgegnet werden. Denn, so Lugans Einschätzung: „Für über 80 Prozent aller kritischen Produkte gab es keinen Mangel, sondern ein Verteilungsproblem.“

Der BVMed schlägt deshalb eine „Digitale Bestandsplattform Versorgungskritischer Medizinprodukte“ über eine Bestandsdatenbank mit offenen GS1-Schnittstellen und unter Nutzung des eCl@ss-Systems vor. „Wir müssen den Mut haben, ein solches Projekt auch anzugehen und umzusetzen“, so Lugan.

Komplexe Lieferketten seien immer nur so stark, wie das schwächste Glied. Vollversoger unter den Medizinprodukte-Unternehmen hätten deshalb eine besondere Verantwortung, der die MedTech-Branche auch nachkomme. Als Beispiel nannte der BVMed-Vorsitzende den drastisch gestiegenen Bedarf für Impfspritzen. In einem normalen Jahr werden in Europa rund 100 Millionen solche 1-ml-Spritzen benötigt. Bei der aktuellen Corona-Impfkampagne seien es rund 800 Millionen Spritzen. Das zeige die Bedeutung eines „robusten Netzwerkes und engagierter Mitarbeiter“, um solche Spitzen abzufangen, aber auch die Unentbehrlichkeit von Medizinprodukten für die Versorgung.

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