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Covid-19

Experten warnen vor Korruption im Gesundheitssektor

Experten des Europarats warnen vor einem erhöhten Korruptionsrisiko bei der Beschaffung medizinischer Produkte und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Gerade jetzt während der Corona-Krise könne es in einigen Ländern zu Interessenskonflikten kommen.

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Unsplash/Viacheslav Bublyk

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Experten des Europarats haben angesichts der Coronavirus-Pandemie vor einem erhöhten Korruptionsrisiko insbesondere im Gesundheitssektor gewarnt. Bestechung könnte die Beschaffung medizinischer Produkte und Dienstleistungen sowie den Forschungsbereich beeinflussen, erklärte die Staatengruppe gegen Korruption des Europarats am Dienstag in einer Mitteilung. Whistleblower aus dem Gesundheitsbereich müssten nun besonders geschützt werden, betonte der Präsident des Gremiums, Marin Mrcela.

Angesichts der Notstandsmaßnahmen in vielen Ländern, der damit zusammenhängenden Machtkonzentration und Einschränkung von Rechten und Freiheiten sollten die Korruptionsrisiken nicht unterschätzt werden, sagte Mrcela. Das Gremium gab eine Liste mit Empfehlungen für Staaten heraus, um beispielsweise finanzielle Interessenkonflikte in der Forschung und der medizinischen Versorgung zu verhindern.

Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg und seine Gremien sind für Menschenrechtsfragen zuständig und nicht Teil der Europäischen Union. Die Staatengruppe gegen Korruption wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und zählt 49 Mitgliedstaaten. Das Gremium veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Berichte über die einzelnen Mitgliedsländer und macht Vorschläge, wie härter gegen Korruption vorgegangen werden kann.

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