KaiserslauternWestpfalz-Klinikum schließt eigene Küche – Aramark übernimmt

Das Westpfalz-Klinikum hat seine modernisierungsbedürftige Krankenhausküche geschlossen und wird seit Mai durch Aramark mit Speisen versorgt. Der Caterer investierte dafür in ein neues Verteilerzentrum, das nun in Betrieb genommen wurde. 

Zentralküche
Dusitara Stocker/stock.adobe.com
Symbolfoto.

„Das ist die härteste Entscheidung gewesen“, sagt Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, Thorsten Hemmer. Im Mai wurde der Betrieb der Krankenhausküche eingestellt. Stattdessen übernimmt der Dienstleister Aramark die Essensversorgung. Für die Mitarbeitenden war es ein emotionaler Abschied. Sie sollen weiterhin im Klinikum eingesetzt werden, jedoch nicht mehr an ihrem bisherigen Arbeitsplatz.

Das ist die härteste Entscheidung gewesen.

Grund für die Umstellung ist die in die Jahre gekommene Küche. Für die Modernisierung wären rund sechs Millionen Euro nötig gewesen. Durch die Versorgung mit Aramark spare das Klinikum jährlich 500.000 Euro ein – ein wichtiger Kostenfaktor für das Haus, das wirtschaftlich unter Druck steht.

Neues Verteilzentrum inklusive

„Unser Anspruch ist es, die tägliche Arbeit für unsere Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau zu erbringen. Dafür benötigen wir Partner auf Augenhöhe, die unsere hohen Qualitätsstandards teilen und die Anforderungen einer modernen Patientenversorgung verstehen“, erklärt Hemmer. In Aramark habe man diesen Partner gefunden. Außerdem schaffe das neue Verteilzentrum in Kaiserslautern die besten Voraussetzungen.

Das Verteilzentrum F³ – Flexible for Future wurde eigens für die Versorgung des Westpfalz-Klinikums gebaut und am 28. April eröffnet. Der Neubau im Industriegebiet West von Kaiserslautern kann in Zukunft noch erweitert werden. 

Flexible for Future bedeutet für uns: maximale Effizienz, höchste Versorgungssicherheit und Raum für weiteres Wachstum. 

Arnd Rune Thomas und Thorsten Hemmer
Clemens Hess Fotografie/Aramark
Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Verteilerzentrums durchtrennten Arnd Rune Thomas, Vorsitzender der Aramark-Geschäftsführung, und Thorsten Hemmer, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums das rote Band.

Im Verteilerzentrum kommt moderne Technik, wie beispielsweise eine KI-gestützte Bandkontrolle, zum Einsatz. Dadurch werden Prozesse intelligent überwacht und optimiert. „Mit unserem F³-Verteilzentrum schaffen wir einen Standort, der bereits heute auf die Anforderungen von morgen ausgelegt ist“, erklärt der Vorsitzende der Aramark-Geschäftsführung Arnd Rune Thomas. 

Gleichzeitig soll durch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie lokalen Bäckereien die Wertschöpfung vor Ort gestärkt werden. Am neuen Aramark-Standort werden rund 70 neue Arbeitsplätze geschaffen. Genügend zu tun gibt es allemal: Rund 3000 Mahlzeiten werden für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende im Westpfalz-Klinikum benötigt.

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