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Storage- und Backup-Infastruktur

Ulmer Universitätsklinik gelingt großer Datenumzug im laufenden Betrieb

Sieben Petabyte, das sind 7024 Terabyte oder 7.073.741.824 Megabyte: Eine solch enorm große Menge an Daten wurden jetzt über fast ein ganzes Jahr hinweg während des laufenden Betriebs auf eine neue Storage- und Backup-Infrastruktur migriert, die mit Unterstützung des Neu-Ulmer IT-Hauses s.i.g. auf Basis der Systemfamilie Eternus von Fujitsu aufgebaut wurde.

Inverto Digitalisierung

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Nach einer öffentlichen Ausschreibung gemäß der EVB-IT Richtlinien erhielt s.i.g. den Auftrag zur Lieferung und Installation sowie für den Service der neuen Storage-Systeme. Gemeinsam mit Fujitsu hatten die Neu-Ulmer IT-Spezialisten das beste Preis-/Leistungsverhältnis geboten. Zudem musste die neue Hardware auch besonderen Anforderungen genügen. Denn das Universitätsklinikum Ulm gehört zu den so genannten „Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS). Das bedeutet, dass sowohl die Sicherheit als auch die Verfügbarkeit der Daten hohen Ansprüchen genügen müssen.

Der Datenumzug startete im Sommer 2018. „Nachdem uns bewusst war, dass dies ein langer Prozess werden würde, gestalteten wir die Migration applikationsgesteuert. Das heißt, immer wenn eine Anwendung wenig zu tun hat, können Daten übertragen werden. Wird sie dagegen stark genutzt, stoppt der Umzug", erläutert Ingo Rothamel, Abteilungsleiter IT-Infrastruktur am Universitätsklinikum Ulm, das Vorgehen. Deswegen wurde während des gesamten Zeitraums neben der neuen auch die alte Infrastruktur weiterbetrieben. „Um keine Daten zu verlieren, wurden während des Übergangs neue und alte Systeme parallel befüllt.

Forschung und Bildgebung sind Datentreiber

Die größten Datenmengen steuern an der Uniklinik Ulm die so genannten „Bildgebenden Systeme" bei. Dazu gehören nicht nur die klassischen Röntgenaufnahmen, sondern auch die Aufnahmen aus den CT- und MRT-Systemen. Zu den großen Datenverursachern gehört daneben die Forschung. „Die Genom-Entschlüsselung benötigt ausgesprochen viel Speicherplatz und stellt zudem besonders hohe Anforderungen an die Performance der Systeme. Denn Sequenzierer warten ungerne länger auf ihre Daten", berichtet Ingo Rothamel.

Hochverfügbar auf Basis von Fujitsu Eternus-Systemen

Um die Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten bestmöglich sicherzustellen, wurden die Storage-Systeme in ein zweites Rechenzentrum gespiegelt und geclustert, so dass ein komplettes RZ ausfallen könnte, ohne dass die Applikationen stillstehen. Das System ist in drei Schichten, den so genannten „Tiers", aufgebaut: Zum Einsatz fünf Fujitsu Eternus-Systeme, die zusammen auf eine Kapazität von mehr als 5 PetaByte kommen.

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