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Katastrophenfall-VorsorgeSanitätsmaterialbevorratung am Universitätsklinikum Ulm

Das Universitätsklinikum Ulm (UKU) ist neuer Standort für die Notfall-Sanitätsmaterialbevorratung. Um bundesweit auf rund 50 Sanitätsmaterialpakete für Krankenhausapotheken aufzustocken, stellt der Bund zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung.

Uniklinikum Ulm
Universitätsklinikum Ulm

Blick auf der Universitätsklinikum Ulm (UKU).

In Deutschland sorgen (Klinik-)Apotheken und der Pharmagroßhandel dafür, dass im Alltag ausreichend Sanitätsmaterial, also Medikamente und Medizinprodukte, für die Bevölkerung zur Verfügung stehen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass dieses für bis zu zwei Wochen bevorratet wird, um Lieferengpässe überbrücken zu können. Damit auch im Katastrophenfall genügend Sanitätsmaterial eingelagert ist, stellt der Bund deutschlandweit ausgewählten Krankenhausapotheken Sanitätsmaterialpakete zur Verfügung.

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie und um Engpässe im Zivilschutz abfedern zu können, gibt die Bundesregierung zusätzliche finanzielle Mittel frei, um die Sanitätsmaterialpakete an Krankenhausapotheken auf rund 50 Pakete bundesweit aufzustocken. Seit Anfang des Jahres ist auch das Universitätsklinikum Ulm (UKU) Standort für diese Sanitätsmaterialbevorratung.

Chirurgische Erstversorgung und Infektionsvorbeugung

Die eingelagerten Pakete bestehen aus Komponenten zur Versorgung von traumatisch-thermisch Verletzten, also zum Beispiel Menschen, die Verbrennungen erlitten haben. Zu diesen Komponenten zählen etwa Medizinprodukte zur Schmerzlinderung, für die chirurgische Erstversorgung oder zur Infektionsvorbeugung.

Finanziert wird der Aufbau des Lagers durch die Bundesregierung, hinzu kommen weitere Mittel für Personal- und Lagerkosten. Um sicherzustellen, dass das Verfallsdatum der bevorrateten Produkte nicht abläuft, werden diese regelmäßig überprüft und umgewälzt. Das heißt, die Bestände werden in den Klinikverbrauch integriert und laufend ergänzt. So wird vermieden, dass Produkte nach einer bestimmten Zeit ungenutzt entsorgt werden müssen. Als Standort für die Sanitätsmaterialbevorratung hat sich das UKU verpflichtet, benötigte Materialien jederzeit bereitzustellen wofür zusätzlich eine 24/7 Rufbereitschaft eingerichtet wurde.

„Bereits in der ersten Märzwoche haben wir vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die erste Anfrage erhalten, ob bei Bedarf kurzfristig Sanitätsmaterial im Zuge der Ukrainekrise ausgeliefert werden könnte“, teilt Prof. Ernst Pfenninger mit, der die Stabsstelle Katastrophenschutz am UKU leitet und die Einrichtung des Sanitätsmateriallagers zwischen dem BBK und dem Universitätsklinikum Ulm vermittelt hat.

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