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Bethel proWerk

Spritzenhalterungen aus 3D-Drucker schützen Corona-Impfstoffe

Die Impfstelle Bethel setzt beim Transport aufgezogener Spritzen mit Corona-Impfstoffen auf Spezialhalterungen, die Bethel proWerk im 3D-Druckverfahren herstellt.

Annika Hilgers Bethel Spritzenhalterung

Thomas Richter/Stiftung Bethel

Für Dr. Annika Hilgers sind die neuen Spritzenhalterungen eine wertvolle Ergänzung für die Impfstoff-Logistik der Impfstelle Bethel.

Bethel proWerk stellt Spritzenhalterungen für Corona-Impfstoffe mit dem 3D-Drucker her. Die passgenauen Vorrichtungen sollen die Covid-19-Impfstoffdosen beim Transport zur Impfstelle Bethel vor Erschütterungen schützen. „Die Halterungen machen dann Sinn, wenn einzelne Patienten mit vorbereiteten Impfdosen mobil aufgesucht werden müssen“, erklärt Dr. Annika Hilgers, Apothekerin des Evangelischen Klinikums Bethel. Sie ist in der Impfstelle verantwortlich für die Impfstoffverarbeitung und -logistik.

Die Spritzenhalterung besteht aus Polylactide (PLA) und ist desinfizierbar. Mit der Vorrichtung können bis zu sieben Spritzen erschütterungsfrei transportiert werden. Das ist wichtig, da bei mRNA-Impfstoffen, wie BioNTech und Moderna, die Ribonukleinsäure (mRNA) sehr instabil ist und durch Erschütterungen zerstört werden kann. Die Halterung wurde passend für Bito-Kühlboxen entwickelt, die üblicherweise für die Impfstoff-Transporte verwendet werden. Durch Einkerbungen auf der Unterseite können die Halterungen gestapelt werden – pro Kühlbox sechs Halterungen mit jeweils sieben Spritzen.

„Unser mobiles Impfteam und das Kinderpalliativteam suchen oft einzelne Patienten auf. Dafür müssen beispielsweise nicht ganze Flaschen von BioNTech transportiert werden, aus denen ja sieben Dosen aufgezogen werden können“, so Dr. Annika Hilgers.

Die ursprünglichen Prototypen der Halterungen wurden von Mitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker entworfen. Kilian Wahl, Mitarbeiter im Vorrichtungsbau von Bethel proWerk, hat sie weiterentwickelt und für den eigenen 3D-Druck neu gezeichnet. Die Spritzenhalterungen wurden an den proWerk-Werkstatt-Standorten in Bielefeld von Menschen mit Behinderungen hergestellt.

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