Workflow optimierenKostendruck durch Medikamenten-Management reduzieren

Durch ein systematisches, digitales Medikamenten-Management können Kliniken Fehler reduzieren sowie Zeit und Geld sparen. Die Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V. unterstützt bei der Umsetzung.

Arzneimittel
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Ein gutes Workflow-Management geht über einen aufgeräumten Medikamentenschrank hinaus. Mittels übersichtlicher Lagerung und digitaler Bestellung können Kliniken Lagerkosten und Zeit durch unnötige Absprachen und Beschaffungsmaßnahmen einsparen. Stattdessen steht mehr Zeit für die Pflege und Patientenversorgung zur Verfügung. Keine Verwendung knapper Ressourcen mehr. Die Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V. engagiert sich im Klinikumfeld für die Weiterbildung von Fachpersonal im ärztlichen Dienst und dem Einkauf in diesem Bereich.

Sie berichtet, dass es noch viel zu häufig vorkäme, dass nach der Neuaufnahme eines Patienten zwar die Medikamente vom Medikationsplan ins KIS übernommen werden, die zuständige Pflegekraft sich jedoch einem unsortierten Medikamtenschrank gegenüberstehen sieht. Gleiches wiederfährt nach dem Schichtwechsel dem nächsten Kollegen. Ist ein Medikament nicht auffindbar, erfolgt ein Informationsanruf bei der zuständigen Station. Hierfür unterbrechen beide ihre Arbeit für mindestens einige Minuten. Sollte es dort nicht vorrätig sein, erhöht sich der Zeitaufwand, da andere Stationen und Kolleg*innnen mit eingebunden werden müssen, um die notwendige Information zu beschaffen. Und schließlich muss das Medikament noch von A nach B gelangen. So sammeln sich schnell durch Anrufe, die Suche, zurückzulegende Wege und Arbeitsunterbrechungen einige Minuten. Die DGWMiG hat errechnet, dass pro Krankenhaus bis zu 175 unterschiedliche Zeitfresser von der Aufnahme bis zur Entlassung zusammenkommen. Und das nur bei einem Patientendurchlauf. Kosten, die Kliniken sparen könnten.

In den Weiterbildungen zum Workflow-Management schult die DGWMiG Klinik-Mitarbeitende, wie das Bestellmanagement in ihrer Klinik optimiert werden kann. Das Ziel: Eine sortierte und zugängliche Materiallagerung inkl. digitaler Bestellbarkeit, die auf einem zielorientiertem Handlungskonzept beruht. So lässt sich die Fehlerhäufigkeit in den Klinik-Prozessen reduzieren.

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