Georg Thieme Verlag KG
Klinik Einkauf

InnovationsförderungMedizintechnik-Cluster stärkt Vernetzung in Bayern

Gezielte Kooperationen und eine Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und klinischer Praxis bringen Innovationen in der Medizintechnik voran. Der Bayerische Cluster Medizintechnik ermöglicht die Netzwerkbildung und stellt erfolgreich realisierte Projekte vor.

Zusammenschluss
Chokniti/stock.adobe.com

Symbolfoto

Als Schlüsseltechnologie in Deutschland bietet die Medizintechnik weltweit signifikante Wachstumschancen. So liegt der Umsatz der im Freistaat Bayern tätigen Unternehmen derzeit bei ca. 6,1 Milliarden Euro. Um die Innovationskraft der bayerischen Medizintechnikbranche zu steigern, haben sich die Netzwerkorganisationen Forum MedTech Pharma e.V. (FMP) und Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg e. V. (MV EMN) zur Clusterplattform Medizintechnik zusammengeschlossen.

Deutsche Medizintechnik im Weltmarkt etablieren

Beitragen will der Bayerische Cluster Medizintechnik zur Steigerung der bayerischen Wettbewerbsfähigkeit und Umsatzerlöse sowie der Erhöhung von Weltmarktanteilen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft wird durch die Kombination der bereits bestehenden Netzwerk-Aktivitäten ein sehr breites Spektrum an Unterstützungsmaßnahmen entlang des gesamten Innovationsprozesses realisiert und umgesetzt. Arbeitsschwerpunkte sind die Stimulierung und Realisierung hochkarätiger Forschungs- und Entwicklungsprojekte, welche die Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigen sollen. Darüber hinaus engagiert  sich der Cluster in der Nutzung von CrossIndustry-Innovationsansätzen, der Förderung der Internationalisierung im Gesundheitswesen sowie der Unterstützung von Konsortien bei der Fördermittelakquisition.

Forschungsförderung für Innovationstransfer

Finanzielle und fachliche Unterstützung erhielt unter anderem das Projekt „Meine Busenfreundin“. Die App – eine Anwendung für Frauen mit Brustkrebs – wurde von der Frauenklinik, vom Klinikum rechts der Isar, der TUM und AIM-Apps in Medicine GmbH mittels der LSM-Förderung des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie entwickelt und begleitet Brustkrebspatientinnen ab dem Zeitpunkt der Diagnose. Unterstützung erhalten sie auch während des Therapieverlaufs und auch danach, in Form von Information, Motivation und emotionaler Stärkung. Geschäftsführer Marko Wilhelm: „Wir hatten nicht nur eine super Anschubfinanzierung für unsere App, die wir nun fortan weiterentwickeln und in FolgeProjekte integrieren, sondern sind durch das Cluster Medizintechnik auch Teil eines Netzwerkes, mit dem wir nach wie vor in regem fachlichen Austausch bleiben“.

Ein weiteres Projekt namens „Genesis“ erforscht die Entwicklung einer sektorenübergreifenden digitalen Lösung für das Management der Lungengesundheit von der Kindheit bis ins hohe Alter und hat dabei mit dem Produkt ALDS (Ambulantes Lungen Diagnose System) Lösungen für das Monitoring der Lungengesundheit, die ambulante Früherkennung von Asthma und COPD, die KI-gestützte stationäre Diagnose sowie die ambulante Begleitung chronisch kranker Patientinnen und Patienten entwickelt. Die Lösung integriert sich nahtlos in die nationale E-Health-Initiative und steigert die Kompetenz und Effizienz in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung nachhaltig. Das Produkt wurde bereits nach MDR zur Vermarktung in der EU zugelassen. Eine Zulassung des Produkts zur Vermarktung in Kanada, Australien und USA wird für 2022 angestrebt.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!