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Abfallmanagement

Asklepios Klinik Altona testet Recycling von OP-Instrumenten

Mit dem Ziel die Abfallmenge insbesondere im OP-Bereich zu reduzieren, startet nun auch an der Asklepios Klinik Altona ein Recycling-Projekt für Medizinprodukte.

OP-Besteck

Sudok1/stock.adobe.com

Symbolfoto

Deutschlands Krankenhäuser produzieren jedes Jahr 1,2 Millionen Tonnen Abfall – darunter 8 000 Tonnen Einweginstrumente. An der Asklepios Klinik Altona sollen diese Abfälle in Zukunft bestmöglich vermieden werden. Ab sofort sammeln die OP-Teams des Maximalversorgers daher Einmalinstrumente, die anschließend vom Entsorgungsunternehmen Remondis fachgerecht recycelt und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Als erster Fachbereich wird die Allgemein- und Viszeralchirurgie das digital unterstützte Rücknahmesystem für recyclingfähige Ethicon Endocutter und Circular Stapler in der Klinik testen. Eingesetzt werden diese Klammernahtinstrumente bei minimalinvasiven und offenen Tumoroperationen im Bauchraum – sie ermöglichen eine sichere Entfernung oder Verbindung von Geweben und Organen.

Mehr als 80 Prozent der OP-Abfälle recyceln

Die Instrumente werden nach Gebrauch im OP desinfiziert und gesondert gesammelt. Remondis holt dann die Behälter alle 48 Stunden ab: Die Geräte werden in ihren Anlagen sterilisiert, zerlegt und dann dem Recycling-Kreislauf zugeführt. Auf diesem Wege können mehrere Tausend Tonnen an CO2 im Jahr eingespart werden. Ein besonderer Fokus liegt außerdem darauf, dass das Recycling in Deutschland stattfindet.

Momentan werden die Produkte in den meisten Kliniken nach Gebrauch entsorgt und thermisch verwertet, wobei nicht nur Kosten für die Kliniken entstehen, sondern auch CO2-Emissionen und darüber hinaus wertvolle Rohstoffe verloren gehen. Ziel des Projektes ist es, mehr als 80 Prozent dieser Abfälle zu recyceln und in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Parallel wird der Recyclingprozess durch eine App begleitet, die das Start-Up Resourcify speziell entwickelt hat. So können die Umsetzung und die dadurch erzielten Erfolge direkt nachvollzogen und in die eingesparte CO2-Menge in monatlichen Auswertungen berechnet werden.

Recycling erfordert zusätzlichen Arbeitsschritt

Wesentlich für den Erfolg des Projekts sind die beteiligten Mitarbeiter in der Klinik. Diese wurden zur erfolgreichen Umsetzung des Vorhabens von Experten geschult. „Das Recycling der Instrumente bedeutet zwar einen zusätzlichen Arbeitsschritt für uns und unsere Kollegen der OP-Pflege, aber der dauert nur wenige Sekunden und ist maximal zweimal pro Tag notwendig.“, erklären Christine Ohloff und Evelyn Hantke, die pflegerische Bereichsleitung der Viszeralchirurgie im Zentral OP Altona und ihre Stellvertreterin.

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