
Wechsel am Universitätsklinikum Leipzig (UKL): Jörg-Uwe Braun hat die Nachfolge von Birgit Schultz angetreten. Nach 25 Jahren als Bereichsleiterin des Bereichs Materialwirtschaft und Dienstleistungen ging Schultz Ende 2025 in den Ruhestand. Sie hatte den Bereich etabliert und nun zum Jahreswechsel an Braun übergeben.
Der studierte Logistiker und Volkswirt bringt vielfältige Erfahrungen in der Krankenhauslogistik mit: Vor seinem Wechsel ans UKL leitete er am Universitätsklinikum Frankfurt die Abteilung Logistik, die er mitten in der Corona-Pandemie im Oktober 2020 übernahm. Parallel zum Management knapper Ressourcen musste er die Logistik des Klinikums strukturell neu ausrichten – eine Situation, die er als „besondere Herausforderung“ beschreibt. Dabei erwies sich seine Ausbildung im Katastrophenschutz als wertvoll.
Ich arbeite sehr gern in Projekten und mit agilen Methoden“
Unter seiner Führung wurden zentrale Veränderungen angestoßen: Dabei standen Prozessoptimierungen, Digitalisierungsmaßnahmen und organisatorische Weiterentwicklungen zur Verbesserung des Arbeitsumfelds und der Versorgungssicherheit des Klinikums im Fokus. „Ich arbeite sehr gern in Projekten und mit agilen Methoden“, betont Braun. Die Krankenhauslogistik sei eine „eigene kleine Welt“, in der sämtliche logistische Teilbereiche gebündelt zusammenwirken.
Großer Erfahrungsschatz
Seine beruflichen Stationen umfassen unter anderem das Städtische Klinikum Dessau, wo er Logistik und Gebäudereinigung verantwortete, sowie die Götz Management Holding, in der er über viele Jahre verschiedene Organisationseinheiten betreute. Die Erfahrungen aus zahlreichen Kliniken im deutschsprachigen Raum soll er nun in Leipzig einbringen. „Ich übernehme hier einen sehr gut aufgestellten und funktionierenden Bereich mit einem wirklich guten Team, das großartige Arbeit leistet“, erklärt Braun.
Ein besonderes Anliegen ist ihm, die häufig unsichtbare Arbeit der Krankenhauslogistik stärker in den Fokus zu rücken. Braun engagiert sich seit Jahren als Redner auf Kongressen zu den Themen Nachhaltigkeit, Logistikinnovation und Prozessgestaltung.
Agieren statt Reagieren
Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Braun vielfältige Aufgaben: die stärkere Einbindung von Robotik, neue Transportwege, die digitale Nachverfolgung von Geräten und Materialien sowie die Erweiterung digitaler Tools in zahlreichen Prozessen. Zudem hebt er die wirtschaftliche Bedeutung seines Bereichs hervor, der maßgeblich zur Effizienz und Stabilität eines Klinikums beiträgt. „Vieles lässt sich aber gut antizipieren, ganz nach dem Motto: nicht reagieren, sondern agieren“, so Braun. Dank der strukturellen Grundlagen, die Schultz in den vergangenen 25 Jahren am UKL geschaffen habe, sehe er den Bereich bestens gerüstet.




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