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Bauvorhaben

Röchling investiert 50 Millionen Euro in Unternehmensbereich Medical

Die Röchling-Gruppe investiert 50 Millionen Euro in ein neues Produktionsgebäude und in Produktionsmittel am Standort von Röchling Medical. Die Investition trägt dem Wachstum der Medical-Sparte Rechnung.

Röchling Medical Spatenstich

Röchling

Spatenstich für das neue Produktionsgebäude von Röchling Medical in Neuhaus am Rennweg.

Mit der Investition stellt die Röchling-Gruppe die Weichen für das weitere Wachstum des Unternehmensbereichs Medical. Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe, betont: „Die Nachfrage nach Medizinprodukten ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.“

Durch den Neubau werden circa 30 neue Arbeitsplätze im thüringischen Neuhaus geschaffen. Im kommenden Jahr ist der Baubeginn geplant, um im Jahr 2022 den Gebäude- und Reinraumausbau sowie den Einbau der technischen Gebäudeausstattung abschließen zu können. Die Inbetriebnahme des neuen Produktionsgebäudes soll im ersten Quartal 2023 erfolgen.

Auf einer Gesamtfläche von 1850 Quadratmetern entsteht ein Gebäude über vier Ebenen, das Platz für die benötigten Reinraumflächen für die Extrusionsblasfertigung schafft. Herzstück des neuen Produktionsgebäudes wird das Obergeschoss mit einer rund 1700 Quadratmeter großen Reinraumproduktion GMP der Klassen sein, davon rund 500 Quadratmeter im High Level Pharma GMP C-Standard.

Nachhaltig und innovativ

Bei der Gebäudeauslegung wird mit besonderem Augenmerk auf Themen wie Automatisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit (Erneuerbare Energien) geachtet. Neben den schon am Standort nach ISO 14001 zertifiziert vorhandenen Umweltstandards kommt im Neubau ein energieeffizientes Kältespeichersystem zum Einsatz, um nachhaltig Energieressourcen zu sparen und den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Bei diesem Konzept wird der für die Sprinkleranlage vorhandene Löschwassertank mit einem Volumen von circa 2000 Kubikmeter als Kältespeicher in der Nacht auf ein niedriges Temperaturniveau abgesenkt, um mit der gewonnenen Energie am nächsten Tag die Produktionslinien mit Kühlwasser zu versorgen.

Der gesamte interne Warenfluss der Produkte wird mittels eines autonom fahrenden Transportsystems realisiert, um die innerbetrieblichen Produktionsabläufe unter Reinraumbedingungen zu optimieren und um eine Kontaminierung der Produkte sowie der Transportmittel zu vermeiden. Das Endprodukt wird von der gesamten Prozesskette chargenrein und kontrolliert im gesamten Gebäude auf Basis der miteinander verknüpften Systeme (Industrie 4.0) koordiniert. Somit werden die geforderten Ansprüche der Pharma- und Medizinindustrie in Bezug auf eine saubere und komplett überwachte Herstellung realisiert.

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