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WachstumUmsatzplus trotz Lieferkettenproblemen bei Carl Zeiss Meditec

Um 11,5 Prozent konnte Carl Zeiss Meditec seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021/2022 steigern, der sich auf 855,4 Millionen Euro beläuft. Trotz des starken Wachstums beim Auftragseingang bleibt die Lieferkettensituation im Gerätegeschäft angespannt.

Bilanz
Gina Sanders/stock.adobe.com

Symbolfoto

Carl Zeiss Meditec wächst weiter und erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/2022 einen Umsatz von 855,4 Millionen Euro (Vorjahr: 767,4 Millionen Euro), was einer Steigerung von 11,5 Prozent (währungsbereinigt: +10,7 Prozent) entspricht. Der Auftragseingang wuchs bis Ende September 2021 sogar noch steiler als der Umsatz – er zog um 30,7 Prozent auf 1 062,3 Millionen Euro an (Vorjahr: 812,9 Millionen Euro).

Dennoch stellen Lieferkettenprobleme das Unternehmen vor Herausforderungen. Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Weber: „Die Lieferkettensituation im Gerätegeschäft hat sich in den letzten Monaten weiter zugespitzt – unter anderem wegen des Ukraine-Kriegs und der Covid-19-Lockdowns in China. Umso mehr freue ich mich über diese guten Halbjahresergebnisse.“

Alle Geschäftsbereiche profitieren

Der strategische Geschäftsbereich (SBU) Ophthalmic Devices legte beim Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 um 10,5 Prozent (währungsbereinigt: +9,7 Prozent) auf 651,9 Millionen Euro (Vorjahr: 590,1 Millionen Euro) zu. Der Auftragseingang in der SBU Ophthalmic Devices stieg überproportional zum Umsatz an. Der Umsatz der SBU Microsurgery konnte ein Plus von 14,8 Prozent (währungsbereinigt: +13,8 %) auf 203,5 Millionen Euro (Vorjahr. 177,3 Millionen Euro) verzeichnen. Der Auftragseingang in der SBU Mikrochirurgie machte gleichfalls deutlich überproportional zum Umsatz einen Sprung.

Übergreifend höhere Auftragseingänge

Der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika stieg um 5,8 Prozent (währungsbereinigt: +7,1 Prozent) auf 229,2 Millionen Euro (Vorjahr: 216,7 Millionen Euro) an. Der Auftragseingang in den europäischen Kernmärkten entwickelte sich dabei positiv. Die Region Americas erzielte einen Umsatzanstieg von 7,6 Prozent (währungsbereinigt: +2,6 Prozent) auf 212,2 Millionen Euro (Vorjahr: 197,2 Millionen Euro). Hierzu trugen sowohl eine stabile Entwicklung in den USA als auch eine weitere Erholung in den Ländern Südamerikas bei. In der Region Asien/Pazifischer Raum erhöhte sich der Umsatz auf 414,1 Millionen Euro gegenüber 353,5 Millionen Euro im Vorjahr (+17,1 Prozent; wechselkursbereinigt +17,3 Prozent). Die stärksten Wachstumsbeiträge kamen aus China und Indien. Der japanische Markt konnte ebenfalls ein Wachstum verzeichnen.

Operatives Ergebnis steigt deutlich

Trotz planmäßig hoher Investitionen blieb die EBIT-Marge nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis kletterte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/2022 auf 177,3 Millionen Euro (Vorjahr: 162,7 Millionen Euro). Dämpfend wirkten erwartungsgemäß höhere Investitionen in Vertrieb und Marketing sowie in Forschung und Entwicklung. Im EBIT des Vorjahres war zudem ein positiver Sonderertrag in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus der Veräußerung einer Immobilie enthalten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg leicht auf 177,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag bei 20,7 Prozent (Vorjahr: 21,2 Prozent). Die bereinigte EBIT-Marge erreichte mit 21,2 Prozent fast den Vorjahreswert (21,4  Prozent) und der Gewinn pro Aktie stieg auf 1,44 Euro (Vorjahr: 1,12 Euro).

Prognose 2021/2022

Die Prognosen des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2021/2022 bleiben unverändert bestehen. Geplant sei, dass der Umsatz mindestens in Höhe des Marktwachstums zulegt. Die EBIT-Marge soll im Geschäftsjahr 2021/2022 zwischen 19-21 Prozent betragen, sofern weiterhin keine materiellen Umsatzausfälle aus Unterbrechungen der Lieferketten entstehen und eine Normalisierung der Covid-19-Lage in China im Laufe des dritten Quartals eintritt.

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